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Freitag, 19. Juni 2015

Tote Models nerven nur von Vera Nentwich

Titel: Tote Models nerven nur
Autor: Vera Nentwich
Format: Ebook, 336 KB, ca. 127 Seiten
ASIN: B00ZCRTQJ2
Preis: 2,99 Euro

Facebookseite von Vera Nentwich
Homepage von Vera Nentwich



Inhalt: 

Was macht man, wenn die Erzfeindin tot im Teich liegt?


Richtig! Man sucht auf eigener Faust nach dem Mörder. Das zumindest denkt sich Sabine, als alle aus ihrem Dorf sie für die kaltblütige Killerin von Supermodel Judith halten. Nun stellt sich die Frage, ob Sabines Ex-Freund der Polizist Jochen ihr unter die Arme greifen wird oder ob Jago, der gutaussehenden Verlobte von Judith, ihr in mehr als einer Weise behilflich sein kann. 


Über die Autorin:
Vera Nentwich wurde im Juni 1959 im Sternzeichen Krebs geboren. Sie wuchs mit zwei jüngeren Brüdern heran und fügte sich, so gut sie konnte, in das ihr vorgegebene Leben. Dieses Leben führte sie zu Dingen, wie Eishockey, einer Lehre zum Werkzeugmacher, dem Studium der Verfahrenstechnik, der Tätigkeit für ein amerikanisches Direktvertriebsunternehmen und einer Hochzeit. Während allen diesen Stationen schrieb sie. Sei es Texte in Programmzeitschriften, Kolumnen oder Geschichten.
Im Jahr 1994 entschloss sie sich, das vorgegebene Leben zu verlassen und stattdessen die eigenen Vorstellungen umzusetzen. Aus der schon zuvor gestarteten Tätigkeit als IT-Beraterin wurde eine Firma, deren geschäftsführende Gesellschafterin sie heute ist. Aus der Hochzeit wurde eine Scheidung und das Leben wurde durch Theaterrollen, Musik und Gesang bereichert. Dabei schrieb sie weiter. Neben den Kolumnen nun auch Songs und schließlich den ersten Roman, dem weitere folgten.


Meine Meinung:
"Tote Models nerven nur" ist der erste Krimi den Vera Nentwich veröffentlicht hat. 
Sie nimmt ihre Leser auf eine interessante Reise durch Grefrath. Die Schilderungen der Stadt und Örtlichkeiten sind gut dargestellt, so dass man sich ein gutes Bild davon machen kann. 
Die Handlung an sich ist gut durchdacht, allerdings irritierten mich am Anfang ein bisschen die vorhandenen Zeitsprünge. Auch fehlten mir an einigen Stellen die Emotionen, da wurde das vorhandene Potenzial nicht ganz ausgeschöpft. 
Ihr Schreibstil lässt sich recht flüssig lesen und ist durch humorvolle Dialoge gut abgerundet. Zudem lernt man noch den ortsansässigen Dialekt kennen. 
Sabine, die von allen nur Biene genannt wird, kann man sich als richtiges Landei vorstellen. Sie ist starrköpfig, stellenweise sehr naiv und nimmt so einige Fettnäpfchen mit. Allerdings fehlten mir bei ihr ab und an die Emotionen, aber da sie ihr Herz auf der Zunge trägt macht das wieder wett. 
Jochen ist ein typischer Polizist. Er versucht Biene zu helfen wo er kann und opfert dafür auch gerne seine Freizeit. Wie es auch im wahren Leben vorkommen man führen er und Biene eine On-/Off-Beziehung was Biene aber nicht so sehr stört. Jochen sieht dies allerdings etwas anders.
Jago der Spanier, der eigentlich aus Argentinien stammt, kommt am Anfang sehr mysteriös rüber. Während der Handlung durchläuft er aber eine extreme Wandlung ins Positive und hat mich damit überrascht. 

Fazit:
An und für sich ein guter Krimi in dem noch viel Potenzial vorhanden ist und das offene Ende lässt auf mehr von Biene und Co. hoffen.

4/5 Schmetterlingen

Freitag, 3. Oktober 2014

Auslosung Gewinner der Blogtour "Kick ins Leben"

Hallo meine lieben Leser,

es ist soweit ich habe den Gewinner des Tagespreises 1 Ebook "Kick ins Leben" mit Schlüsselanhänger ausgelost.
Ich danke euch für euren Besuch und die Teilnahme am Gewinnspiel.
Der Gewinn geht an:


Anja Druckbuchstaben


Herzlichen Glückwunsch!
Melde dich bitte binnen 3 Tagen bei mir mit Adresse, Format und Email an sabrina.blaesche[@]web.de, damit ich die Adresse an die Autorin weiterleiten kann.
Die Daten werden nach der Blogtour unwiderruflich gelöscht.

Wer leider nicht gewonnen hat, kann sein Glück heute bei Chias Bücherecke probieren.


Die Tourdaten im Überblick:

01.10.2014: Spiegelseelen
02.10.2014: Binchens Bücher
03.10.2014: Chias Bücherecke
04.10.2014: BunteBücherWelt
05.10.2014: Buchstaben-Junkie
06.10.2014: Gewinnerbekanntgabe auf allen Blogs

Mittwoch, 1. Oktober 2014

Kick ins Leben von Vera Nentwich

Titel: Kick ins Leben
Autor: Vera Nentwich
Format: Ebook, 269 KB
ASIN: B00NZ3AC52
Preis: 0,99 Euro 



Inhalt:

Jeder kennt diese kleinen Ereignisse, die das Leben ändern können. Winke des Schicksals. Den Mann der Träume, den man zufällig im Supermarkt anrempelt. Oder die Frau für's Leben, die einem den Kaffee serviert. Wer hat es nicht erlebt, dass er viel zu spät dran ist, eilig über die Landstraße rast und von einem vor einem einbiegenden Traktor ausgebremst wird. Das Zeichen, inne zu halten. Für diese Winke sind die Schicksalsboten zuständig, die unerkannt unter uns weilen. Ihr Job ist schwer. Die Menschen erkennen diese Zeichen nicht mehr. Da wird der Mann im Supermarkt eher angeschnauzt, die Frau, die den Kaffee serviert, ignoriert und der Traktor mit waghalsigen Manövern überholt. Ist es da ein Wunder, dass die Schicksalsboten frustriert sind? Dieser Frust muss raus und es ist menschlich, dass sie sich ein Opfer suchen, um alles los zu werden. Daniel Wetter, 35, ein lethargischer Mann, den es nur interessiert, rechtzeitig auf seine Couch zu kommen und sich eine Star Trek Folge anzusehen. Den kann man mal kräftig aus dem Leben kicken. Nur so aus Spaß. 

Meine Meinung:
Vera Nentwich hat einen wunderbaren und tollen Schreibstil. Man kommt super in die Geschichte und findet sich gleich mittendrin wieder. Am Anfang erfährt man wie die Schicksalsboten ihre Helfer finden. Dann lernt man Daniel kennen, der so einiges abbekommt. Ein Schicksalsschlag jagt den anderen und Vera findet immer neue Geschehnisse ohne dass es zu überspitzt wirkt. Es ist ein sehr unterhaltsames und lustiges Buch und ideal für Zwischendurch. 

Fazit: 
Die Geschichte selber hat mich sehr zum Nachdenken angeregt. Was wohl mein Schicksal noch für mich bereit hält?? Ein wirklich tolles Buch für jedermann. Sehr empfehlenswert!

4/4 Schmetterlingen

Freitag, 26. September 2014

Vorankündigung "Kick ins Leben" Blogtour von Vera Nentwich

Hallo ihr Lieben,

am 01.10.2014 startet die Blogtour zu "Kick ins Leben" von Vera Nentwich.



Hier seht ihr alle teilnehmenden Blogs:

01.10.2014: Spiegelseelen
02.10.2014: Binchens Bücher
03.10.2014: Chias Bücherecke
04.10.2014: BunteBücherWelt
05.10.2014: Bücherparadies
06.10.2014: Buchstaben-Junkie
07.10.2014: Gewinnerbekanntgabe auf allen Blogs

Natürlich könnt ihr auch jeden Tag was tolles gewinnen. Täglich wird ein E-book und ein Schlüsselanhänger von Kick ins Leben verlost. Zusätzlich warten noch drei signierte Taschenbücher mit Schlüsselanhängern als Hauptpreis am Ende der Tour auf euch.

Wir freuen uns schon sehr auf die Blogtour, auf euren Besuch und eine rege Teilnahme!

Donnerstag, 14. November 2013

Schicksalsboten gesichtet!!!

Heute möchte ich euch meine Geschichte mit den Schicksalsboten erzählen. Lest sie zu Ende, erzählt uns eure Geschichte in ein paar Sätzen und es erwartet euch ein tolles Gewinnspiel!

Viel Spaß!!



Für ein Kind ist alles ganz einfach. Ihr Weg wird im Wesentlichen von den Eltern vorbestimmt. Zwar wird es in späteren Jahren die eine oder andere Abzweigung nehmen, die nicht in der Intention der Eltern lag, aber es wird immer auf dem bauen, was ihm zu Beginn des Lebens mitgegeben wurde. So manches Mal greift das Schicksal aber schon in diesem frühen Stadium entscheidend ein. Ich weiß nicht, ob Schicksalsboten dabei eine Rolle gespielt haben, dass ich nicht bei meinen Eltern aufwachsen konnte. Womöglich haben sie auch in der Situation dafür gesorgt, dass sich Pflegeeltern stattdessen so liebevoll um mich gekümmert haben. Ganz gewiss hatten sie aber ihre Hände im Spiel, als meine Schwester sich entschloss, nach mir zu suchen.
Ich war gerade fünfzehn und wusste nur, dass ich eine Schwester hatte. Wir waren uns nie begegnet. Es gab viele Momente, in denen ich mich danach sehnte, sie einmal zu treffen, mit ihr zu sprechen. Wie würde sie sein? War sie der Mensch, mit dem ich mein Schicksal teilen und mit dem ich darüber sprechen konnte? Ob nun durch Schicksalsboten oder durch die Magie der geschwisterlichen Verbindung bleibt unbekannt, aber genau zu diesem Zeitpunkt hatte sie begonnen, nach mir zu forschen. Vielleicht saßen Schicksalsboten zu diesem Zeitpunkt im Jugendamt, denn dieses und unser Opa half ihr, mich ausfindig zu machen.
Die zuständige Sachbearbeiterin rief bei meinen Pflegeeltern an und sprach mit meiner Pflegemutter und erklärte ihr alles. Sie kam auf mein Zimmer, da ich krank war und teilte mir mit, dass die Frau vom Jugendamt angerufen hätte und meine Schwester sich gemeldet hätte und mich gerne kennenlernen würde. Ich wusste erst mal gar nicht was ich sagen sollte, aber ich war zum einen sehr erfreut, andererseits hatte ich auch Angst. Angst davor, wie meine Schwester wohl sein würde, wie es weitergehen wird und vor allem hatte ich davor Angst, dass meine leiblichen Eltern was mitbekommen und mich zurück zu sich holen würden. Was ich auf keinen Fall wollte.
So besprach ich dies mit meinen Pflegeeltern und erklärte ihnen meine Gefühle und Ängste. Sie sagten mir dass sie voll hinter mir stünden.
Ich rief das Jugendamt zurück und sagte ihnen, dass es ok wäre, wenn sie mit mir Kontakt aufnimmt, allerdings nur unter der Bedingung, dass unsere Eltern davon nichts erfahren.
Es vergingen ein paar Tage als ein Brief von ihr im Briefkasten lag. Mit zitternden Händen öffnete ich den Umschlag und las den Brief. Sie erzählte mir von sich und was damals alles geschehen ist und warum ich zu Pflegeeltern kam. Sofort schrieb ich ihr zurück und rannte jeden Tag voller Sehnsucht an den Briefkasten in der Hoffnung es wäre wieder ein Brief drin.
Wir schrieben uns eine Zeit lang und fingen auch an zu telefonieren und ich beschloss mit meinen Pflegeeltern zusammen sie einzuladen. Sie sagte zu und wir fanden ein Wochenende wo passte.
Das Wochenende rückte näher und ich war super nervös. Sie schrieb mir immer wieder wo sie war und wann sie ungefähr ankommen würde. Voller Erwartungen stand ich am Fenster als sie auf der anderen Straßenseite parkte. Mein Herz fing an zu flattern, mir wurde schlecht und meine Hände waren schweiß nass.
Sie stieg aus und wir öffneten ihr die Tür und empfingen sie, jeder mit einer roten Rose in der Hand. Wir hatten sofort das Gefühl uns schon jahrelang zu kennen und führten an diesem Wochenende sehr lange Gespräche. Ich war sehr traurig als das Wochenende so schnell vorbei war. Seit dem Schreiben, Telefonieren oder besuchen wir uns regelmäßig und ich habe auch meinen Opa und meine Eltern in der Zwischenzeit kennen gelernt.
Dieses erste Treffen mit ihr und dass wir uns von nun an hatten, war bestimmend für mein ganzes Leben danach. Die Schicksalsboten, die daran beteiligt waren, sind gemäß ihrer Aufgabe immer unsichtbar geblieben, aber ich bin ihnen von Herzen dankbar.

Auch wenn die Schicksalsboten in Vera Nentwichs Rausgekickt-Romanen nicht immer Sympathieträger sind, so schaffen sie es dennoch, bewusst oder unbewusst, das Leben vieler Menschen zum besseren zu führen. Sicher kennt ihr auch diese kleinen oder großen Ereignisse, die euer Leben letztlich bereichert haben. Vielleicht ist euch dies erst Jahre später bewusst geworden. 

Erzählt uns davon und gewinnt eines von drei eBooks von „Rausgekickt: Blaue Vögel“. Ich bin gespannt darauf, wie das Schicksal und deren Boten euer Leben verändert haben.

Freitag, 25. Oktober 2013

Rausgekickt: Weiße Sterne von Vera Nentwich

Titel: Rausgekickt: Weiße Sterne: Das Schicksal will auch mal Spaß haben
Autor: Vera Nentwich
Format: Taschenbuch, 122 Seiten
ISBN: 978-1481978163
Preis: 6,99 Euro





Inhalt:
Jeder kennt diese kleinen Ereignisse, die das Leben ändern können. Winke des Schicksals. Den Mann der Träume, den man zufällig im Supermarkt anrempelt. Oder die Frau für's Leben, die einem den Kaffee serviert. Wer hat es nicht erlebt, dass er viel zu spät dran ist, eilig über die Landstraße rast und von einem vor einem einbiegenden Traktor ausgebremst wird. Das Zeichen, inne zu halten. Für diese Winke sind die Schicksalsboten zuständig, die unerkannt unter uns weilen. Ihr Job ist schwer. Die Menschen erkennen diese Zeichen nicht mehr. Da wird der Mann im Supermarkt eher angeschnauzt, die Frau, die den Kaffee serviert, ignoriert und der Traktor mit waghalsigen Manövern überholt. Ist es da ein Wunder, dass die Schicksalsboten frustriert sind? Dieser Frust muss raus und es ist menschlich, dass sie sich ein Opfer suchen, um alles los zu werden. Daniel Wetter, 35, ein lethargischer Mann, den es nur interessiert, rechtzeitig auf seine Couch zu kommen und sich eine Star Trek Folge anzusehen. Den kann man mal kräftig aus dem Leben kicken. Nur so aus Spaß. 

Vera Nentwich hat einen wunderbaren und tollen Schreibstil. Man kommt super in die Geschichte und findet sich gleich mittendrin wieder. Es geht auch sofort rasant los und der arme Daniel kann einem nur leid tun. Ein Schicksalsschlag jagt den anderen und Vera findet immer neue Geschehnisse ohne dass es zu überspitzt wirkt. Es ist ein sehr unterhaltsames und lustiges Buch und ideal für Zwischendurch. 
Leider war das Buch viel zu schnell zu Ende. Den zweiten Teil Rausgekickt: Blaue Vögel habe ich bereits gelesen. 
Die Geschichte selber hat mich sehr zum Nachdenken angeregt. Was wohl mein Schicksal noch für mich bereit hält??
Ein wirklich tolles Buch für jedermann. Sehr empfehlenswert!

Montag, 14. Oktober 2013

**Interview** mit Vera Nentwich

Interview mit Vera Nentwich


Vera Nentwich, Foto: Privat von Vera Nentwich

Kurzer Steckbrief:

Name: Vera Nentwich
Geburtsjahr: 1959
Wohnort: Willich
bisher veröffentlichte Werke:
- Wunschleben (20. Dezember 2012) ASIN: B00AWLPW64
- Rausgekickt: Weiße Sterne (9. Juni 2013) ISBN: 978-1481978163
- Rausgekickt: Blaue Vögel (31. August                                                                        2013) ISBN: 978-1492317562




10 Fragen an die Autorin:


1. Würdest du dich bitte noch kurz für meine Blogleser vorstellen?

Meine Name ist Vera Nentwich, ich bin Jahrgang 1959 und Sternzeichen Krebs, ein typischer Krebs, wie es Expertinnen in meinem Umfeld behaupten. Manche Menschen bezeichnen meinen Lebensweg als bewegt. Man selbst sieht dies ja gelegentlich anders. Ich bezeichne mich gern als Frau mit männlichem Migrationshintergrund, weil ich ursprünglich mal als Junge auf die Welt gekommen bin. Es hat eine Zeit gedauert, bis ich mich und die Umwelt davon überzeugt hatte, dass es ein Irrtum war. Bis dahin hatte ich einige klassische Schritte bereits hinter mir. Eine Ausbildung, Studium der Verfahrenstechnik, dann ein erster Geschäftsversuch im Direktvertrieb, Einstieg in die IT-Branche und die erneute Selbstständigkeit. Vor zwanzig Jahren startete dann das wirkliche Leben. Ich begann, meine Kreativität auszuleben. Sei es in diversen Theaterprojekten, beim Singen, Gitarre spielen, Songs basteln oder natürlich dem Schreiben.


2. Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Ich schreibe, solange ich denken kann. In der Schule bekam ich eine Fünf in Deutsch wegen zu viel Fantasie. Die Aufforderung, doch mal mehr zu schreiben als Kurzgeschichten oder Kolumnen, wurde an mich schon lange herangetragen. Es gab auch immer mal wieder Versuche, die nie zum Ende gekommen waren. Ich habe über sechs Jahre eine regelmäßige Kolumne geschrieben und viele der Leser forderten mich immer wieder auf, mehr zu schreiben. Vor drei Jahren gelang es mir, einen Ansatz zu finden, der mich nicht gleich an der Komplexität eines Buchprojektes scheitern lies. Der Bann war gebrochen und nun kann ich nicht sein, ohne dass ich nicht wieder an irgendeinem Projekt arbeiten würde.


3. Woher nimmst du deine Inspiration?

Von den Menschen. Ich liebe es, Menschen zu beobachten. Ich sitze gerne in einem Café in der Stadt und beobachte. Wenn mir Verhaltensweisen auffallen, dann überlege ich gleich, was dieser Person wohl geschehen könnte und wie sie darauf reagieren würde. Daraus entstehen dann die Ideen.


4. Gibt es ein besonderes Ritual beim Schreiben?

Ich schreibe am liebsten am Morgen. An den Arbeitstagen stehe ich eher auf und schreibe eine Stunde, bevor ich ins Büro gehe. Am Wochenende fahre ich zumeist in mein Lieblingsfrühstücksbistro und schreibe dort. (siehe http://www.coni.de/coni/vera/VeraBlog.nsf/dx/mein-schreibplatz.htm ) Ich mag es, wenn Leben um mich herum ist, während ich schreibe.


5. Was machst du, wenn du nicht mehr weiterkommst beim Schreiben?

Dass ich nicht weiterkomme beim Schreiben, kommt eigentlich kaum noch vor, nachdem ich gelernt habe, mich immer nur auf die aktuelle Szene zu konzentrieren. Früher wollte ich immer gleich das ganze Buch im Blick haben und das hat mich total gelähmt. Jetzt habe ich zwar zuerst einen groben Plot, eine Prämisse und ein Stufendiagramm, das in etwa den Spannungsbogen beschreibt, aber wenn ich schreibe, denke ich da nicht sehr daran, sondern schaue immer, was meine Figur just in diesem Moment an diesem Ort tut. Dadurch komme ich immer irgendwie weiter. Wenn es blöde ist, kann ich es ja danach wieder löschen. :-)


6. Nachdem ich das Buch nun gelesen habe, frage ich mich durch was bzw. wie du auf die Geschichte mit den Schicksalsboten gekommen bist.

Ich bin auf die Geschichte gekommen, als ich es einmal eilig hatte und mit meinem Auto viel zu schnell die Landstraße entlang fuhr. Plötzlich bog vor mir ein Traktor auf die Straße ein. Ich musste bremsen und hinter diesem Traktor herzockeln. Ich dachte mir in dem Moment, dass dies vielleicht ein Zeichen des Schicksals war, nicht so zu hetzen, sondern es gelassener anzugehen. Der Gedanke gefiel mir und ich überlegte, während ich so hinter dem Traktor fuhr, dass dann der Fahrer ein Schicksalsbote sein müsste. Allerdings wäre das dann ein richtiger Scheißjob, denn wie oft hatte ich schon so einen Traktor fluchend überholt und keinen Gedanken an das Schicksal verloren. Also müssten diese Schicksalsboten ziemlich frustriert sein. Vielleicht würden sie sich dann einfach mal an so einem nervigen Menschlein rächen wollen. Das war die Grundidee zu "Rausgekickt: Weiße Sterne".


7. Zudem weiß ich nicht so recht, wie ich mir die Schicksalsboten vorstellen muss. Das Aussehen muss ja definitiv ein Mensch sein. Aber irgendwie noch ein bisschen "Engel" mit drin oder so??

In meiner Vorstellung haben sind die Schicksalsboten nicht genau beschreibbar, weil sie einfach niemandem wirklich auffallen. Man vergisst sie sofort wieder. Kennst Du wahrscheinlich, wenn Du mal über die Einkaufsstraße der Stadt gelaufen bist. Du siehst Unmengen von Menschen, aber kannst Du Dich da an jeden erinnern?
Engel sind sie aber definitiv nicht.


8. Wie lange hast du circa an dem Buch geschrieben?

Mit dem Buch habe ich im Januar begonnen und im September ist es dann herausgekommen. Ist also noch überschaubar.


9. Das Buch läuft ja nicht über einen Verlag. Du hast es in Amerika drucken lassen. Wie bist du zu dieser Entscheidung gelangt, es ohne Verlag zu probieren?

Foto: Privat von Vera Nentwich
Ich habe es über Amazon CreateSpace veröffentlicht. Die drucken die Autorenbestellungen in den USA. Bestellungen von Kunden werden in Leipzig gedruckt. Es ist ja nicht so einfach, einen Verlag zu finden. Ich hatte es mit meinem ersten Buch "Wunschleben" vergeblich versucht. Parallel habe ich im Web viel zu den Möglichkeiten im Self-Publishing gelesen und fand es sehr interessant, weil es mir die Freiheit bot, einfach alles, was ich mochte, auszuprobieren und meine Erfahrungen zu sammeln. Also entschloss ich mich, es einmal zu versuchen. Es hat dann sehr an Dynamik gewonnen. Es macht mir einfach großen Spaß, mit den Leserinnen und Lesern zu interagieren, zu bloggen, die Social Media Kanäle zu bespielen und meine Ideen umzusetzen, wie ich es mag. Mein erster Wunsch, einen Verlag zu finden, ist dadurch in den Hintergrund geraten. Zuerst hatte ich auch nur an einen Versuch als eBook gedacht, aber dann kamen immer mehr Anfragen, ob es auch als klassisches Buch verfügbar wäre. So bin ich dann auf die Möglichkeiten durch CreateSpace gestoßen. Ich arbeite gerade an einem Krimiprojekt (siehe http://www.coni.de/coni/vera/VeraBlog.nsf/dx/buchprojekt.htm ). Vielleicht werde ich das einem Verlag anbieten. Mal sehen.


10. Welche Bücher liest du selber, wenn du Zeit und Lust dazu hast?


Vera bei einer Lesung, Foto: Rolf van Melis
Zumeist stöbere ich durch den Buchladen und lasse mich einfach anspringen. Es gibt ein paar Serien, die ich gerne gelesen habe. Janet Evanovich mit ihrer Stephanie Plum Serie zum Beispiel. Allerdings haben mir die letzten Bücher da nicht mehr so gefallen. Sue Grafton und ihre Kinsey Milhone Serie habe ich gerne gelesen. Ich muss mal sehen, ob es da was Neues gibt. Allerdings bin ich keine typische Krimileserin. Mich interessiert immer mehr die Hauptfigur als der Fall. Ich mag Stoffe, in die ich mich hineinversetzen kann. Historische Geschichten oder Fantasy sind daher nicht so mein Fall. Die Sachen von David Safier finde ich ganz amüsant. Ich glaube, wir teilen die Vorliebe für überdrehte Anfangsideen. Allerdings bin ich bei Safier zumeist von den Enden enttäuscht. Es gibt ein paar Bücher, die ich fast regelmäßig alle paar Jahre lese. „Girl“ von David Thomas gehört dazu und „Ein Sommer in Sidney“ von Madeleine St. John. Wenn ich selbst gerade mitten in einem Projekt stecke, kann ich zudem nicht viel lesen, weil ich das Gelesene ständig mit mir und meinem Projekt vergleiche.





Ein großer Dank an Vera Nentwich für das Interview und den tollen Kontakt. Es hat mir viel Spaß gemacht und ich freue mich schon sehr auf weitere Werke von dir! 

Rausgekickt: Blaue Vögel von Vera Nentwich

Titel: Rausgekickt: Blaue Vögel
Autor: Vera Nentwich
Format: Taschenbuch, 198 Seiten
ISBN: 978-1492317562
Preis: 8,95 Euro








Inhalt: 
Unermüdlich arbeiten die Schicksalsboten Null-Neun und Eins-Zwo daran, Paare zusammenzubringen. Auch Mechthild sollte mit ihren 44 Jahren längst den Mann an ihrer Seite gefunden haben. Doch ständig dem tyrannischen Vater ausgesetzt, stolpert sie ängstlich durch ihr Leben und Katastrophen pflastern ihren Weg. Ihre Unfälle behindern schließlich sogar die Arbeit der Schicksalsboten. Sie müssen handeln. Als sie Mechthild betäubt in einen Zug setzen, um sie aus der Schusslinie zu bringen, entpuppt sich das für Mechthild als eine glückliche Fügung. Der Damen-Kegelclub "Die flotten Bienen" könnte ihre Rettung aus ihrem tristen Alltag sein.

Dies ist eine völlig andere Geschichte als ich sie bisher gelesen habe. Vera Nentwich hat einen tollen Schreibstil und die Geschichte ist unterhaltsam und charmant. Sie wird abwechselnd aus der Sicht von Mechthild und den Schicksalsboten erzählt. Man hat keine Probleme damit, man weiß sofort von wem gerade erzählt wird.
Am Anfang des Buches war ich etwas kritisch was den Ausgang dessen betrifft. Denn wenn Mechthild irgendwo hin kommt passiert etwas und es kommt zum Chaos. Aber man kann auch sehr gut darüber lachen und ich musste das Buch öfters weglegen um mir die Augen trocken zu wischen. 
Vor allem als dann "die flotten Bienen" ins Spiel kamen konnte ich mich mit Lachen nicht mehr zurückhalten. Die Protagonisten kann man sich bildlich auch sehr gut vorstellen, was das Lachen nur noch mehr entfacht. 
Leider habe ich den ersten Teil "Rausgekickt: Weiße Sterne" nicht gelesen, deswegen waren manche Sachen bzw. Geschehnisse unverständlich oder unlogisch. 
Wer also mal wieder so richtig herzhaft lachen möchte und eine wirklich andere Geschichte lesen will, macht mit diesem Buch keinen Fehlkauf.