Freitag, 19. Juni 2015

Tote Models nerven nur von Vera Nentwich

Titel: Tote Models nerven nur
Autor: Vera Nentwich
Format: Ebook, 336 KB, ca. 127 Seiten
ASIN: B00ZCRTQJ2
Preis: 2,99 Euro

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Inhalt: 

Was macht man, wenn die Erzfeindin tot im Teich liegt?


Richtig! Man sucht auf eigener Faust nach dem Mörder. Das zumindest denkt sich Sabine, als alle aus ihrem Dorf sie für die kaltblütige Killerin von Supermodel Judith halten. Nun stellt sich die Frage, ob Sabines Ex-Freund der Polizist Jochen ihr unter die Arme greifen wird oder ob Jago, der gutaussehenden Verlobte von Judith, ihr in mehr als einer Weise behilflich sein kann. 


Über die Autorin:
Vera Nentwich wurde im Juni 1959 im Sternzeichen Krebs geboren. Sie wuchs mit zwei jüngeren Brüdern heran und fügte sich, so gut sie konnte, in das ihr vorgegebene Leben. Dieses Leben führte sie zu Dingen, wie Eishockey, einer Lehre zum Werkzeugmacher, dem Studium der Verfahrenstechnik, der Tätigkeit für ein amerikanisches Direktvertriebsunternehmen und einer Hochzeit. Während allen diesen Stationen schrieb sie. Sei es Texte in Programmzeitschriften, Kolumnen oder Geschichten.
Im Jahr 1994 entschloss sie sich, das vorgegebene Leben zu verlassen und stattdessen die eigenen Vorstellungen umzusetzen. Aus der schon zuvor gestarteten Tätigkeit als IT-Beraterin wurde eine Firma, deren geschäftsführende Gesellschafterin sie heute ist. Aus der Hochzeit wurde eine Scheidung und das Leben wurde durch Theaterrollen, Musik und Gesang bereichert. Dabei schrieb sie weiter. Neben den Kolumnen nun auch Songs und schließlich den ersten Roman, dem weitere folgten.


Meine Meinung:
"Tote Models nerven nur" ist der erste Krimi den Vera Nentwich veröffentlicht hat. 
Sie nimmt ihre Leser auf eine interessante Reise durch Grefrath. Die Schilderungen der Stadt und Örtlichkeiten sind gut dargestellt, so dass man sich ein gutes Bild davon machen kann. 
Die Handlung an sich ist gut durchdacht, allerdings irritierten mich am Anfang ein bisschen die vorhandenen Zeitsprünge. Auch fehlten mir an einigen Stellen die Emotionen, da wurde das vorhandene Potenzial nicht ganz ausgeschöpft. 
Ihr Schreibstil lässt sich recht flüssig lesen und ist durch humorvolle Dialoge gut abgerundet. Zudem lernt man noch den ortsansässigen Dialekt kennen. 
Sabine, die von allen nur Biene genannt wird, kann man sich als richtiges Landei vorstellen. Sie ist starrköpfig, stellenweise sehr naiv und nimmt so einige Fettnäpfchen mit. Allerdings fehlten mir bei ihr ab und an die Emotionen, aber da sie ihr Herz auf der Zunge trägt macht das wieder wett. 
Jochen ist ein typischer Polizist. Er versucht Biene zu helfen wo er kann und opfert dafür auch gerne seine Freizeit. Wie es auch im wahren Leben vorkommen man führen er und Biene eine On-/Off-Beziehung was Biene aber nicht so sehr stört. Jochen sieht dies allerdings etwas anders.
Jago der Spanier, der eigentlich aus Argentinien stammt, kommt am Anfang sehr mysteriös rüber. Während der Handlung durchläuft er aber eine extreme Wandlung ins Positive und hat mich damit überrascht. 

Fazit:
An und für sich ein guter Krimi in dem noch viel Potenzial vorhanden ist und das offene Ende lässt auf mehr von Biene und Co. hoffen.

4/5 Schmetterlingen