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Dienstag, 26. Mai 2015

Blogtour Metropolis Berlin Buchvorstellungen

Herzlich Willkommen zur Blogtour von "Metropolis Berlin". Ich habe heute die Ehre euch die drei wunderbaren Bücher vorstellen zu dürfen.




Aber erstmal fragt ihr euch sicherlich, was ist "Metropolis Berlin" überhaupt.
Berlin in den Goldenen Zwanziger Jahren ist die Welt von "Metropolis Berlin" - Schauplatz der drei Romane "Die Rote Burg", "Champagner, Charleston und Chiffon" und "Das Palais Reichenbach". Jeder Roman erzählt eine in sich abgeschlossene Handlung. Die Figuren begegnen sich jedoch über die Romangrenzen hinweg, ihre Wege kreuzen sich und ihre Geschichten sind eng miteinander verwoben.

Ich stelle euch die Bücher in der Reihenfolge vor wie ich sie gelesen habe. Man kann sie aber alle unabhänging voneinander lesen und die Reihenfolge ist somit auch egal. 




Die Rote Burg von Oliver Schütte

Allgemeines zum Buch:


Quelle: Bastei Lübbe



Titel: Die rote Burg: Metropolis Berlin

Autor: Oliver Schütte
Verlag: Bastei Lübbe
Format: Ebook, 5 MB, ca. 297 Seiten
ISBN: 978-3732501823
Preis: 7,99 Euro



Inhalt:
Martin Forster steht vor einem fast unlösbaren Fall, während um ihn herum das Leben der 20er Jahre in der Berliner Stadt tobt. Das Opfer wurde einem Löwen zum Fraß vorgeworfen und keinerlei Hinweise deuten auf die Identität des Opfers. Während sich die Medien über diesen spektakulären Fall das Maul zerreißen steht Martin vor vielen unbeantworteten Fragen. Bei seinen Ermittlungen lernt er die dunkle Seite von Berlin kennen und dringt bis in die berüchtigten Ringvereine vor, eine kriminelle Vereinigung im Untergrund Berlins. 
Kann er dem Täter auf die Schliche kommen und den unbekannten Toten identifizieren?

Meine Kurzmeinung:
Diese Geschichte hat mich mehr gefesselt als ich anfangs dachte und die Spannung ist stellenweise unerträglich. Nur durch immer wieder kleine Andeutungen und Hinweise kommt Martin Forster seinem Ziel näher, oder doch nicht?
Haupthandlungsort dieses Romans ist, wie der Titel schon verrät, die rote Burg. So wurde damals das Polizeipräsidium am Alexanderplatz liebevoll genannt.
Der Schreibstil von Oliver Schütte ist hervorragend an die 20er Jahre angepasst und lässt sich flüssig lesen. Authentischer wird dies noch durch veraltete Wörter. 

Meine gesamte Rezension könnt ihr hier nachlesen!



Das Palais Reichenbach von Josephine Winter

Allgemeines zum Buch:
Quelle: Bastei Lübbe


Titel: Das Palais Reichenbach: Metropolis Berlin
Autor: Josephine Winter
Verlag: Bastei Lübbe 
Format: Ebook, 5766 KB, ca. 283 Seiten
ISBN: 978-3732501854
Preis: 7,99 Euro




Inhalt:
Der Fürstenfamilie Reichenbach stehen schwere Zeiten bevor - das Volk soll über die Adelsenteignung abstimmen. Aber nicht nur das belastet die Familie. Prinz Georg hat ein schwerwiegendes Geheimnis das nicht bekannt werden darf, Prinz Fridolin will in der Partei Karriere machen und Ina wird vor die schwerste Entscheidung ihres Lebens gestellt. Einzig die Fürstin Juliane versucht das Unglück durch die Enteignung von der Familie abzuwenden und greift zu verherrenden Mitteln. 

Meine Kurzmeinung:
Eine tiefe Handlung, tolle Protagonisten und gut nachvollziehbare Gefühle und Handlungen lassen den Leser nicht mehr los. Der Zusammenhang der Bücher wird immer deutlicher.
Dise Geschichte spielt hauptsächlich im Palais Reichenbach. Wer mehr darüber erfahren  möchte, findet hier mehr Infos. 
Josephine Winters Schreibstil lässt sich flüssig lesen und ist gut an das Jahrzehnt angepasst. Die Etikette des Adels kommt gut rüber und wirkt authentisch. 

Meine gesamte Rezension findet ihr hier.




Champagner, Charleston und Chiffon von Ulrike Bliefert

Allgemeines zum Buch:
Quelle: Bastei Lübbe


Titel: Champagner, Charleston und Chiffon: Metropolis Berlin
Autor: Ulrike Bliefert
Verlag: Bastei Lübbe
Format: Ebook, 5605 KB, ca. 284 Seiten
ISBN: 978-3732501885
Preis: 7,99 Euro




Inhalt:
Elly zieht zu ihrem Bruder nach Berlin da sie dort eine Stelle als Buchhalterin bekommen hat. Allerdings scheint doch nichts so zu sein wie es sein sollte. Während die Stelle als Buchhalterin in einem Gebrauchtkleiderladen ist, zieht sie zudem nicht in die von ihrer Großmutter gemieteten Wohnung sondern zu Henri, einer waschechten Berliner Göre. Als sie dann auch noch Armin von einem renommierten Bekleidungsgeschäft kennen und lieben lernt scheint sich doch noch alles zum Guten zu wenden. 

Meine Kurzmeinung:
Eine interessante und spannende Liebesgeschichte mit vielen Überraschungen, tollen anschaulichen Charakteren und original Berliner Dialekt lassen die Geschichte authentisch wirken und das Lesen macht Spaß.

Ein flüssiger und leicht zu lesender Schreibstil abgerundet mit einem angepassten Sprachstil an die 20er Jahre entführen den Leser in das damalige Berlin. 
Anmerkung der Autorin: Im Metropolis-Roman "Champagner, Charleston und Chiffon" findet am 26. Mai 1926 eine "Sommerpelz-Modenschau" statt (s.S. 208). Diese Modenschau gab es wirklich; genau an diesem Tag, genau an diesem Ort und mit genau den genannten Modellen! Und wie im Buch beschrieben, machten die neuen, aus den USA importierten Kunstpelze bei diesem Anlass Furore.
Pelze waren zwar in den 20ern ein modisches Muss, aber sie waren teuer und für die kleine Tippmamsell reichte es vielleicht gerade mal zu einem Iltispärchen, das - komplett mit Köpfen, Pfoten, Glasaugen und Schwänzchen - über der Jacke oder dem Mantel getragen wurde.
Die Erfindung des Kunstfells, das zudem einfach gereinigt werden konnte, ermöglichte es jedoch gegen Ende der 20er auch jungen Damen mit geringerem Einkommen, eine "fast echte" Pelzjacke oder -stola zu tragen.
Die damaligen Stolen hatten allerdings nicht die typische 50er-Jahre-Form: Sie waren rechteckig und konnten aufgrund ihrer Länge phantasievoll drapiert werden.
Eine solche Stola - aus künstlichem Chinchilla - steht als 
Sonderpreis / Stiftung der Autorin zur Verfügung!

Übrigens: Der neue Trend aus den USA lässt diese Mode gerade wieder aufleben:

Diese Rezension könnt ihr hier nachlesen.

Ich hoffe euch hat mein Beitrag gefallen und ich konnte euch einen ersten Eindruck der Bücher vermitteln. 

Morgen geht es bei Yasmin mit der Autorenvorstellung von Oliver Schütte weiter.

Kommen wir nun zum nächsten interessanten Teil.

Gewinnspiel


Natürlich geht ihr bei dieser Blogtour nicht leer aus, aber ihr müsst auch was dafür tun. 

Schreibt mir in eurem Kommentar euren ersten Eindruck zu den Büchern? Konnten sie euer Interesse wecken?

Folgendes könnt ihr gewinnen: 


Hier noch das Kleingedruckte - die Teilnahmebedingungen:
- Du musst 18 Jahre alt sein oder eine Einverständniserklärung deiner Eltern besitzen, um am Gewinnspiel teilzunehmen.
- Dein Name wird am Ende des Gewinnspiels namentlich auf allen Blogs veröffentlicht.
- Das Gewinnspiel geht bis 07.06.2015. Bis dahin könnt ihr Kommentare verfassen. Alle Kommentare danach werden nicht mehr gewertet.
- Es wird keine Haftung für verloren gegangene Gewinne übernommen.
- Keine Haftung für den Postweg.

Hier nochmal der gesamte Blogtourfahrplan:


Dienstag, 19. Mai 2015

Die Rote Burg: Metropolis Berlin von Oliver Schütte

Titel: Die rote Burg: Metropolis Berlin
Autor: Oliver Schütte
Verlag: Bastei Lübbe
Format: Ebook, 5 MB, ca. 297 Seiten
ISBN: 978-3732501823
Preis: 7,99 Euro

Facebook-Seite von Oliver Schütte
Homepage von Oliver Schütte


Inhalt:
1926. Die Goldenen Zwanziger Jahre. In Berlin tobt das pralle Leben, Kunst und Kultur blühen auf, die Menschen amüsieren sich in den Filmpalästen und Tanzlokalen der Stadt.
Inmitten dieser glanzvollen Atmosphäre muss der junge Kriminalkommissar Martin Forster einen der spektakulärsten Mordfälle lösen, den die Hauptstadt je gesehen hat: Das Opfer wurde einem Löwen zum Fraß vorgeworfen. Wer ist der mysteriöse Tote? Wer hat ihn auf so bestialische Weise aus dem Weg geräumt? Und warum? Martin Forster wagt sich bei seinen Ermittlungen in die Tiefen der Berliner Unterwelt. Er dringt dabei bis zu den berüchtigten Ringvereinen vor, hinter deren bürgerlicher Fassade sich die größten Verbrecherbanden der Stadt verbergen.

Was ist "Metropolis Berlin"?
Berlin in den Goldenen Zwanziger Jahren ist die Welt von "Metropolis Berlin" - Schauplatz der drei Romane "Die Rote Burg", "Champagner, Charleston und Chiffon" und "Das Palais Reichenbach". Jeder Roman erzählt eine in sich abgeschlossene Handlung. Die Figuren begegnen sich jedoch über die Romangrenzen hinweg, ihre Wege kreuzen sich und ihre Geschichten sind eng miteinander verwoben.

Über den Autor:
Oliver Schütte studierte Theater- und Filmwissenschaften in Berlin. Er arbeitet seitdem als Drehbuchautor und wurde u.a. mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet. Er ist renommierter Autor zahlreicher Fachbücher und lehrt an Filmhochschulen im In- und Ausland. "Die Rote Burg" ist sein Debüt als Romanautor.

Meine Meinung:

Oliver Schütte hat hier einen wirklich sehr atemberaubendes Debüt geschaffen. 
Er hat einen flüssigen und angenehmen Schreibstil der auch sehr gut an die 20er Jahre angepasst ist. Veraltete und kaum noch bekannte Wörter machen die Handlung realistisch und geben der Geschichte diesen unverkennbaren historischen Flair.
Die eingeflochtenen historischen Hintergründe und Fakten zu den Ringvereinen sind interessant in die Handlung gewoben und hervorragend recherchiert. 
Was mir an diesem Buch ganz besonders gefallen hat war das, wie soll ich es jetzt nennen, "interaktive Lesen". Bei bestimmten Szenen wird ein Link zur Leseprobe eines der beiden anderen Bücher der Metropolis Berlin angezeigt. Man kann dann direkt zu dieser Leseprobe wechseln und anschließen wieder an die zuletzt gelesene Stelle im Buch springen oder man liest sie erst am Ende. Somit wird die Spannung und auch das Interesse auf die beiden Bücher gut angefacht.
Vor allem kam dieser Mordfall sehr authentisch rüber, da die Mordkommission recht lange braucht um den Täter zu fassen. Das soll aber nicht heißen, dass es langweilig wäre. Ganz im Gegenteil. Durch immer wieder kleine Andeutungen und Hinweisen von anderen Charakteren werden ständig neue Gedankengänge für Kommissar Forster offen gelegt die den Leser auf Trab halten.
Kurze Kapitel die mit dem jeweiligen Datum versehen sind, lassen einem den Überblick nicht verlieren. 
Die Protagonisten sind wunderbar dargestellt und man fühlt sich Martin Forster schnell verbunden. Nach und nach gewinnen die Charaktere mehr an Tiefe und erwachen immer mehr zum Leben.
Die beschriebenen Handlungsorte sind ebenfalls sehr anschaulich beschrieben. Das ganze wird mit einem kleinen Stadtplanausschnitt am Anfang des Buches gut untermauert und man kann sich schon gleich ein kleines Bild machen, wo die Handlung stattfinden wird.
Dieses Buch ist in sich abgeschlossen und kann unabhängig von den beiden anderen "Champagner, Charleston und Chiffon" und "Das Palais Reichenbach" gelesen werden. Es gibt auch keine Reihenfolge in der man die Bücher lesen muss oder sollte.

Fazit:
Ein wunderbares Debüt, mit spannender Handlung die keine Wünsche offen lässt, tiefgründigen Protagonisten und einer kleinen Liebesgeschichte am Rande.


5/5 Schmetterlingen