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Dienstag, 4. August 2015

Gewinnerbekanntgabe der Blogtour "Als wir Charleston tanzten" von Isabella Benz



Hallo liebe Leserratten,

die Blogtour ist leider schon wieder zu Ende und Isabella hat die Gewinner ausgelost. 
Gewonnen haben: 


1. Preis: 
1 Ebook und 20er Jahre Charleston-Kopfband
Doro

2. Preis: 
1 Ebook und Rouge-Pinsel
Daniela

3. Preis: 
1 Ebook und Lippenstift
Leelou

Herzlichen Glückwunsch euch dreien.

Hier findet ihr noch mal das Auslosungsvideo:



Bitte meldet euch binnen 14 Tagen bei Isabella Benz unter contact@isabella-benz.de. 

Donnerstag, 30. Juli 2015

Blogtour "Als wir Charleston tanzten" von Isabella Benz - Autoreninterview


Hallo und herzlich willkommen zur Blogtour "Als wir Charleston tanzten" von Isabella Benz. Nachdem ihr nun schon wisst um was es im Buch geht, Berlin in den 20er, sowie die Protagonisten kennengelernt habt und über das Auto einiges erfahren habt, darf ich euch heute zum Autoreninterview einladen. Isabella hatte den Mut und hat sich meinen Fragen gestellt. Viel Spaß beim Lesen.


Kurzer Steckbrief:
Isabella Benz,
Copyright by Isabella Benz
Name: Isabella Benz (Pseudonym)
Wohnort: aktuell Tübingen
Homepage: www.isabella-benz.de
bisher veröffentlichte Werke:
Als wir Charleston tanzten, Forever by Ullstein
Die Dämonen von Lorch, Ammianus-Verlag
Novellen und Anthologien im Burgenwelt-Verlag
 


 

 
11 Fragen an die Autorin
 
1. Stell dich bitte kurz für die Leser vor.
Hallo ihr Lieben, mein Name ist Isabella Benz. Ich studiere seit mittlerweile fast fünf Jahren evangelische Theologie auf Pfarramt, bin also im Endspurt und damit angehende Pfarrerin. Aufgewachsen bin ich am Rand einer beschaulichen Kleinstadt in der Nähe von Stuttgart. Ich bin sehr tierlieb, spiele Cello und singe. Ja, und neben dem Studieren und meinen anderen Hobbies schreibe ich auch für mein Leben gern Geschichten!
 
2. Wie bist du zum Schreiben gekommen? 
 Ich habe sehr früh angefangen, alle möglichen Wälzer zu verschlingen, also schon in meiner Grundschulzeit den Herrn der Ringe gelesen und Michael Endes Unendliche Geschichte – eben alles, was Mama so im Bücherregal stehen hatte. Vor allem die Fantasyromane haben es mir als Kind angetan und ich wollte unbedingt selbst Abenteuer in so einer Fantasywelt erleben. Ja, und irgendwann habe ich diese Abenteuer dann aufgeschrieben. So fing alles an …
 
Isabella an ihrem
Lieblingsschreibplatz,
Copyright by Isabella Benz
3. Wie sieht dein Arbeitsplatz aus? Hast du ein bestimmtes Schreibritual vor, während oder nach dem Schreiben?
 Dadurch, dass ich häufig zwischen meinem Heimatort und meinem Studienort pendle, habe ich gar keinen so festen Arbeitsplatz. Wobei … ich schreibe meistens im Bett *chrm* Fragt mich nicht warum, aber ich bin tatsächlich produktiver und kreativer, wenn ich die Beine hoch legen kann. Was lange auch gut ging, war ein sehr bequemer Sessel, wo ich die Beine eben auch auf einem Beistelltischchen ablegen konnte. Also: Beine hoch, Laptop auf den Oberschenkeln, das ist meine typische Arbeitspose. Ab und an tun mir aber auch Ortswechsel sehr gut, wobei ich das lieber in die nächste Frage packe:
 
4. Was tust du bei einer Schreibblockade?
Ich wechsle den Ort! In meinem Studienort gehe ich dann in die Bibliothek, zuhause war es der Wechsel zwischen meinem Zimmer, Garten, Balkon, Wohnzimmer oder ganz gerne auch zu den Pferden. Das hat bislang noch jede Schreibblockade zum Einsturz gebracht. Richtig krasse Schreibblockaden hatte ich deshalb auch noch nie, wenn dann eher wegen Prüfungen keine Zeit zum Schreiben, aber sobald ich Zeit habe, mich hinzusetzen, kriege ich in der Regel auch irgendwie etwas auf die Reihe – Gott sei Dank ;)
 
5. "Als wir Charleston tanzten" spielt im Berlin der 20er Jahre. Diese Zeit ist eine große Leidenschaft von dir. Warum? Was ist für dich das Besondere daran?
 Zum einen finde ich es erstaunlich, wie viele Parallelen sich zwischen heute und damals ziehen lassen. Nach dem ersten Weltkrieg mussten viel mehr Frauen arbeiten gehen, d.h. die Emanzipation war in dieser Zeit schon extrem weit vorangeschritten (auch wenn sie durch den Nationalsozialismus dann wieder zurückgedrängt wurde), auch die Homosexualität wurde teilweise brennend öffentlich. Und dann gibt es ganz prinzipiell dieses Lebensgefühl, seine Sorgen im Feiern durch die Nächte zu verdrängen. Neben diesen Ähnlichkeiten finde ich die Kleider und die Accessoires klasse, die nun doch irgendwie ganz anders sind, aber extrem cool! Ich könnte noch mehr davon schwärmen, aber vielleicht lässt sich das folgendermaßen zusammenfassen: Die Zwanziger haben so viele unterschiedliche Facetten, dass sie mir auf der einen Seite immer greifbar nah und auf der anderen unerreichbar fern erscheinen. Und diese Spannung finde ich unglaublich reizvoll.

6. Welcher Protagonist war zuerst in deinen Gedanken da? Gibt es eine Verbindung zwischen dir und diesem Protagonisten?
Eigentlich waren Mary und Richard relativ zeitgleich da, beide unter den sehr vagen Gesichtspunkten: „Emanzipierte Büroangestellte“ und „Leidenschaftlicher Eintänzer“. Verbindungen gibt es natürlich, sie sind immerhin meine Charaktere *lach* Die Verbindung zu Mary ist vielleicht, dass ich wirklich sehr viel für meine Familie mache(n würde), wobei ich auch weiß, dass ich mich immer auf sie verlassen kann.

7. Wie ist die Idee zu diesem Roman entstanden? 
Zunächst war einfach nur die Anregung da, doch einmal etwas zu schreiben, das zurzeit der Zwanziger Jahre spielt. Relativ schnell habe ich mich dann für Berlin als Handlungsort entschieden. Bei der Recherche bin ich bald auf die arbeitenden Frauen und auf den Beruf des Eintänzers gestoßen. Ich würde sagen, diese Aspekte zusammen genommen waren die Geburtsstunde der Romanidee.
 
8. Welches ist deine Lieblingsstelle im Buch? 
Ich mag gerne Szenen, in denen meine Protagonistin einen kurzen Ausflug in ihre Kindheit machen, deshalb ist eine meiner Lieblingsstellen folgende:

„Unter Richards Füßen raschelte das Laub und ab und an knirschten grüne Kastanien, die zu früh vom Baum gefallen waren. Bei jedem Schritt schlug der schwere Koffer gegen sein rechtes Bein. Dennoch marschierte er unbeirrt die breite Allee entlang. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite kam ihm ein Passant entgegen, doch Richard hielt den Kopf gesenkt, auch als der Berliner ihm im breiten Akzent ein „Tachchen“ entgegenwarf. An der Straßenkreuzung hielt er inne und sah sich um. Wie lange war es her, dass er das letzte Mal hier herumgetollt war?
„Auf, auf, Tante Susanne wartet mit dem Tee!“, trieb Mutter ihn und die beiden älteren Burschen an, während Minna, seine Schwester, fröhlich von einem Bein auf das andere hüpfte. Ihre blonden Zöpfe sprangen auf und ab und das Kleid flatterte ungebührlich. Aber bei einer Sechsjährigen war man noch nachlässig mit so etwas.
Richard presste die Lippen aufeinander und die Erinnerung verblasste im Angesicht der Gegenwart. Er war kein Kind mehr, und er war nicht hier, um der Schwester seiner Mutter einen Anstandsbesuch abzustatten, nein, diesmal verfolgte er andere Pläne.“
 
9. Wo hattest du am meisten Schwierigkeiten beim Schreiben?
Große Probleme hat mir die Szene gemacht, in der Mary sich entscheidet, Friedrich zu heiraten. Ich konnte ihre Beweggründe gut nachvollziehen, aber in mir war ständig diese innere Stimme die „Nein, tu’s nicht!“ geschrien hat *seufz*
 
10. Gibt es gerade ein neues Projekt an dem du arbeitest? Auf was dürfen wir uns von dir als nächstes freuen?
 Ich arbeite aktuell an zwei Dingen: Zum einen überarbeite ich den 3. Band einer längeren Fantasy-Reihe, die ab September in einem sechs- bis neunmonatigen Zyklus im Weltenschmiede-Verlag erscheinen wird, zum anderen recherchiere ich gerade für einen weiteren Historienroman über Richard Löwenherz. Wenn alles gut geht, wird das mein diesjähriges National-Novel-Writing-Month-Projekt *grins*

11. Was wolltest du schon immer mal deinen Lesern sagen?
Leute, ihr seid klasse! <3

Vielen lieben Dank Isabella für das interessante und ausführliche Interview. Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg mit deinen Büchern.

Gewinnspiel

Kommen wir nun zum Gewinnspiel. Isabella hat sich ein paar tolle Preise für euch einfallen lassen und diese zeige ich euch hier:


Aber einfach so bekommt ihr die Preise natürlich nicht. Ihr müsst was dafür tun. Beantwortet folgende Frage als Kommentar und schon seid ihr im Lostopf:

Welche Frage habt ihr noch an Isabella? Was möchtet ihr noch von ihr wissen?

Das Kleingedruckte nämlich die Teilnahmebedigungen findet ihr hier auf Isabellas Seite.
Das Gewinnspiel läuft bis zum 02.08.2015 um 23:59 Uhr und die Gewinner werden am 03.08. auf den teilnehmenden Blogs bekannt gegeben.


Morgen geht es bei Aefkaeys World of Books mit dem Thema "Die Tänze und die Kleidung der 20er Jahre" weiter.

Hier nochmal der Fahrplan im Überblick:

26.07. 
Buchvorstellung

27.07. 
Berlin in den 20ern 

28.07. 
Vorstellung der Charaktere

29.07. 
Das Automobil 

30.07. 
Autoreninterview 
< bei mir >

31.07. 
Die Tänze und Kleidung der 20er 

01.08.  
Interview mit Richard und Mary

02.08. 
Die Frage nach der "Liebe" 

Sonntag, 26. Juli 2015

Blogtourankündigung "Als wir Charleston tanzten" von Isabella Benz


Liebe Leser,

ich darf euch eine ganz wunderbare Blogtour ankündigen. Heute startet die Blogtour zu Isabella Benz tollem Roman "Als wir Charleston tanzten". Wir reisen mit euch zusammen zurück in das Berlin der 20er Jahre und legen die eine oder andere flotte Sohle aufs Parkett. Wir würden uns sehr freuen wenn ihr dabei seid. Ein kleines Gewinnspiel mit tollen Preisen wartet ebenfalls auf euch.

Hier die Blogtourdaten:

26.07. 
Buchvorstellung

27.07. 
Berlin in den 20ern 

28.07. 
Vorstellung der Charaktere

29.07. 
Das Automobil 

30.07. 
Autoreninterview 
< bei mir >

31.07. 
Die Tänze und Kleidung der 20er 

01.08.  
Interview mit Richard und Mary

02.08. 
Die Frage nach der "Liebe" 


Dienstag, 21. Juli 2015

Als wir Charleston tanzten von Isabella Benz

Titel: Als wir Charleston tanzten
Autor: Isabella Benz
Verlag: Forever
Format: Ebook, 1887 KB, ca. 331 Seiten
ISBN: 978-3958180222
Preis: 3,99 Euro

Homepage von Isabella Benz
Facebook-Seite von Isabella Benz



Inhalt:
Frei durch die Berliner Nachtclubs tanzen – für Mary Lindbergh gibt es nichts Schöneres. Die Musik lässt sie die Geldprobleme vergessen und auch die Sorge um ihre alternden Eltern. In einem Tanzlokal auf dem Kurfürstendamm lernt sie 1927 Richard Dinten kennen, einen ehemaligen Offizier. Mit einem einzigen Charleston entfacht er in Mary ein bisher unbekanntes Feuer. Doch dann wird Marys Mutter schwer krank. Um sich ihre Krankenpflege leisten zu können, heiratet Mary den reichen Automobilverkäufer Friedrich Wirth. Aber sie kann Richard und den leidenschaftlichen Tanz nicht vergessen. Bei einer Veranstaltung im Adlon trifft sie Richard wieder, der inzwischen als Eintänzer in Berlins berühmtem Hotel arbeitet. Gegen jede Vernunft verlangt Mary, mit ihm zu tanzen. Der Tanz bleibt nicht ohne Folgen, denn schon bald muss Mary feststellen, dass nicht nur der Charleston, sondern auch Richard eine gefährliche Versuchung darstellt …
(Quelle: Forever)

Über die Autorin:
Isabella Benz, geboren 1990 in Baden-Württemberg, begeistert sich schon seit die denken für alles, was mit Geschichte zu tun hat. Besonders fasziniert sie die Zwischenkriegszeit, das Leben in den Goldenen Zwanzigern mit seiner Zerrissenheit zwischen dem großen Leid und den glamourösen Feiern. Ihr Studium verschlug sie 2013 nach Berlin. Sich vorzustellen, wie die Hauptstadt vor fast 100 Jahren ausgesehen haben mochte, inspirierte sie zu “Als wir Charleston tanzten” – einem Roman in einer Zeit voller gesellschaftlicher Umbrüche und Spannungen.
(Quelle: Forever)
Meine Meinung:
Da ich historische Romane lieben, war es natürlich keine Frage ob ich diesen lese oder nicht. Natürlich musste ich ihn lesen. 
Zuerst einmal muss ich hier zum Ausdruck bringen, wie viel Respekt ich vor Isabella Benz habe, da sie ja doch noch recht jung ist, aber die Zeit der 20er Jahre in Berlin so perfekt rüber bringt. Man spürt wie viel ihr an dieser Zeit liegt und beim Lesen könnte man meinen, sie hätte selber zu dieser Zeit gelebt.
Die Handlung ist absolut authentisch gestaltet und logisch nachvollziehbar. Wichtige geschichtliche und gesellschaftliche Fakten wurden hier gelungen integriert und aufgearbeitet. Die Geschichte wird aus wechselnden Erzählersichten geschildert und man erhält einen guten Einblick in die Gefühlswelt der Protagonisten. 
Isabella Benz Schreibstil ist klar, flüssig und toll zu lesen, so dass die Seiten nur so dahin fliegen und ich total enttäuscht war, als die Geschichte bereits zu Ende war. Ich hätte noch viel mehr von Mary und Richard lesen können.
Durch den Berliner Dialekt erhält die Handlung den nötigen Touch und damalige Wörter und Sätze verleihen noch mehr Realität und Authentizität.
Die Autorin schafft es, den Leser immer wieder vor unvorhersehbare Wendungen zu stellen und damit die Geschichte spannend zu halten. 
Die Charaktere sind mit viel Persönlichkeit und einer angenehmen Tiefe ausgestattet und man findet sich selber schnell in der Zeit wieder. 
Marianne, meist Mary genannt, ist eine sehr liebenswerte Person die für ihre Familie alles tut. Sie hat ein großes Herz, ist oftmals sprunghaft, aber sie lässt sich nicht gerne hinters Licht führen oder gar anlügen. Das merkt auch irgendwann ihr Mann Friedrich. Selbstgerecht trifft er Entscheidungen die Marys Familie betreffen ohne mit ihr darüber zu sprechen und verbaut sich so sehr viel. Trotz dieser Vorkommnisse war er mir nie unsympathisch oder gar verhasst. 
Richard, den Mary bei einem Tanz kennen lernt, geht ihr so schnell nicht mehr aus dem Kopf. Er hat nicht nur Marys Herz schnell erobert, sondern auch meins. Er kämpft um Mary und setzt dafür alles aufs Spiel. 

Fazit:
Man erlebt die Geschichte fast hautnah mit und kann sich ihr nicht entziehen. Tolle Charaktere, eine immer spannender werdende Handlung mit tollen und unverhofften Wendungen laden ins Berlin der 20er Jahre ein. Ein unbedingtes MUSS für Liebhaber von historischen Romanen.
5/5 Schmetterlingen