Herzlich willkommen zum heutigen Beitrag bei der Blogtour "Teufelsfarbe" von Ivonne Hübner.
In den letzten Tagen konntet ihr bereits viel über das Buch und die historischen Hintergründe erfahren. Die Übersicht der Beiträge findet ihr im Blogtourplan bzw. im Banner.
Nun wünsche ich euch viel Spaß bei meinem Bericht und vergesst nicht, eure Chance im Lostopf für eins der zwei Printexemplare zu sichern.
Ich darf euch etwas über die alte Sprache erzählen in der das Buch spielt - nämlich Anfang des 16. Jahrhunderts.
Der Roman fällt somit in die Epoche des Frühneuhochdeutschen die ab dem Jahre 1350 stattgefunden hat, dass heißt es ist die Sprachstufe zwischen dem Deutsch des Mittelalters (Mittelhochdeutsch) und dem heutigen Deutsch (Neuhochdeutsch). In dieser Zeit änderte sich die Sprache durch viele Lautwandlungsprozesse. So wurde zum Beispiel das damalige "ei", im Mittelhochdeutschen [ei] ausgeprochen zu einem [ai] oder das "sl" wurde im Beispiel "slafen" zu "schlafen".
Die frühneuhochdeutsche Zeit ist somit eine wichtige Kulturepoche die große Auswirkungen auf die deutsche Sprache hatte. Der Wortschatz des Deutschen wurde somit durch die Bibelübersetzung von Luther, seinen Lieddichtungen und durch seine umfangreichen Reformationsschriften enorm erweitert. Der Einfluss des Humanismus brachte zudem viele lateinische Lehnwörter hinzu und die Grammatik wurde durch das Vorbild der lateinischen Sprache teilweise umstruckturiert.
Das Frühneuhochdeutsche zeichnet sich durch eine besondere Variantenvielfalt und Variantentoleranz aus.
Die Autorin hat in ihrem Roman auch alte Wörter aus der damaligen Zeit mit eingebaut und somit die ganze Handlung noch realistischer und authentischer zu gestalten. Einige davon habe ich euch herausgesucht und übersetzt.
- Oheim - Onkel
- Parochie - Amtsbezirk eines Pfarrers
- Lehnsherr - Eigentümer von Grundbesitz das er gegen "Lehen" (Miete/Abgaben) verpachtet
- Krakeelen - je nach Dialekt kennen einige das Wort noch, es bedeutet "schreien, laut schreien, streiten"
- Kretschmar - kommt aus dem Tschechischen bzw. Sorbischen und bedeutet "Schankwirt"
- Kretscham - ????
Kommen wir nun zum Gewinnspiel. Um in den Lostopf zu hüpfen beantwortet folgende Frage:
Was stellt ihr euch unter dem Wort "Kretscham" vor? Was könnte es bedeuten (bitte ohne zu googlen)? Wozu wurde ein "Kretscham" damals noch benutzt?
Folgende Preise könnt ihr gewinnen:
2x1 Printexemplar von "Teufelsfarbe"
Die Teilnahmebedingungen findet ihr hier. Der Teilnahmeschluss ist am 30.04.2018 um 23:59 Uhr.
Die Gewinner werden auf allen teilnehmenden Blogs und auf Baker Street Bibliothek am 02.05.2018 veröffentlicht.

