Titel: Das Mädchen mit der goldenen SchereAutor: Julia Drosten
erschienen: 2017
Format: Taschenbuch, 393 Seiten
ISBN: 978-3000587214
Preis: 10,95 Euro
Inhalt:
Sie sucht ihre Vergangenheit und findet ihre Zukunft.Am Weihnachtsmorgen 1889 wird Fanny im Allgemeinen Wiener Krankenhaus geboren. Ihre Mutter besteht auf einer anonymen Geburt und verlässt das Krankenhaus kurz danach ohne ihr Kind. Fanny wächst im Findelhaus auf, wo sie von der Oberpflegerin Josepha mit liebevoller Strenge erzogen wird. Sie muss früh lernen, sich durchzusetzen und wird eine erfolgreiche Maßschneiderin, deren Entwürfe in der Modewelt Trends setzen. Das ungelöste Rätsel ihrer Herkunft lässt sie nie los, aber alle Spuren zu ihren Wurzeln führen ins Nichts. Beruflich äußerst erfolgreich, bleibt ihr in der Liebe das große Glück verwehrt. Als der Erste Weltkrieg endet, der ihre Karriere jäh unterbrach, tun sich neue Chancen auf: Nicht nur das gemeinsame Leben mit ihrer großen Liebe rückt plötzlich in greifbare Nähe, auch das Geheimnis ihrer Herkunft scheint Fanny endlich lüften zu können.(Quelle: Amazon)
Über die Autoren:
Horst und Julia Drosten leben im Münsterland und hatten schon immer den Wunsch, Bücher zu schreiben. Fast genauso viel Spaß, macht ihnen die Recherche. Sie flogen schon zusammen in einem alten Doppeldecker oder ließen sich von einer Kosmetikerin verwöhnen. Für "Die Honigprinzessin" absolvierten sie einen Imkerkurs und für "Die schwarze Taube von Siwa" folgten sie in Ägypten den Spuren der alten Pharaonen und für die Elefantenhüterin besuchten sie u. a. wilde Elefanten auf Sri Lanka.Ihr Bestseller "Die Löwin von Mogador" schaffte es im Juni 2014 auf Platz 1 der historischen Romane bei Amazon.Julia Drosten schreibt bevorzugt historische Romane. Mit "Die Honigprinzessin" haben sie das erste Mal einen Gegenwartsroman geschrieben.(Quelle: Amazon)
Meine Meinung:
Dies ist das erste Buch das ich von dem Autorenpaar gelesen habe. Der Klappentext hatte schnell meine Aufmerksamkeit geweckt, da ich historische Romane ja sehr liebe.
Julia Drosten hat die damaligen Zustände die Ende des 18. Anfang des 20. Jahrhundert geherrscht haben sehr gut rüber gebracht. Nicht nur dass die Kluft zwischen Arm und Reich sehr groß war, sondern auch die Aufgaben der Frau und die Angst vor dem Krieg sind authentisch wieder gegeben.
Die Handlung ist spannend aufgebaut - beginnend mit der Geburt von Fanny und ihr Heranwachsen im Findelhaus. Sie ist eine, für damalige Verhältnisse, ungewöhnliche junge Frau, die weiß was sie will, sich nicht unterkriegen lässt und einen wahren Dickkopf hat den sie einzusetzen weiß. Ich habe sie sehr bewundert wie sie ihr Leben und ihren Weg meistert das nicht immer einfach ist.
Aber auch die anderen Charaktere wie ihre "Ziehmutter" - Oberpflegerin Josepha sind authentisch und vielseitig dargestellt und sind mir mehr oder weniger schnell ans Herz gewachsen.
Zudem ist dies der erste Roman den ich gelesen habe der in Wien spielt und leider muss ich hier auch anmerken, dass mir der wiedergegebene Dialekt teils etwas schwer gefallen ist und mich immer wieder aus dem Lesefluss gerissen hat. Andererseits macht es die Handlung dadurch noch realer.
Nichts desto trotz konnte mich die Story sehr gut unterhalten und der Schreibstil des Paares ist dennoch gut zu lesen.
Fazit:
Ein gelungener historischer Roman mit authentischen Dialogen im Wiener Dialekt, was mit teils unterbrach, ich aber trotzdem viel Gefallen an dem Roman hatte.
| 4/5 Schmetterlingen |