Titel: Tod einer HofdameAutor: Isabella Benz
Verlag: Ammianus Verlag
erschienen: Mai 2017
Format: Taschenbuch, 248 Seiten
ISBN: 978-3945025642
Preis: 14,90 Euro
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Inhalt:
1193: Das Jahr, in dem Richard Löwenherz im Deutschen Reich gefangen gehalten wird: Es war still in Regensburg. Wie jede Nacht. Nur etwas war anders. Unter der Steinernen Brücke lag der Leichnam einer jungen Frau … Mord oder Selbstmord? Der Tod ihrer Schwester bringt Aleydis dazu, sich gegen alle Konventionen aufzulehnen. Doch wer glaubt schon einer Hofdame, die dem Bischof widerspricht? Verbissen versucht sie, auf eigene Faust zu beweisen, dass es kein Selbstmord war. Die Suche nach dem Täter führt sie zu Richard Löwenherz, der ihr seine Unterstützung anbietet. Doch Aleydis ist misstrauisch. Interessiert er sich wirklich für ihr Anliegen, oder will der König von England nur die leeren Tage seiner zermürbenden Ehrenhaft füllen? Hin- und hergerissen zwischen Wahrheit und Lügen übersieht sie den Schatten, der ihr unbemerkt folgt …(Quelle: Ammianus-Verlag)
Über die Autorin:
Isabella Benz wuchs einen Katzensprung von Wiesen, Wald und Feldern entfernt am Rande der Stadt Steinheim an der Murr auf. Obwohl naturverbunden zog es sie nach ihrem Abitur in Großstädte: zunächst in die Hauptstadt Kwa Zulu Natals, Pietermaritzburg,wo sie in den südafrikanischen Townships mit Kindern und Jugendlichen arbeitete. Ihr Studium verschlug sie außerdem nach Berlin und für ein Jahr nach Rom. Hauptsächlich studiert sie jedoch in dem vergleichsweise beschaulichen Tübingen - Theologie aufPfarramt.(Quelle: Ammianus-Verlag)
Meine Meinung:
Bei diesem historischen Roman fiel mir der Einstieg etwas schwer, da es mir nicht so leicht fiel mich so schnell in der Zeit zurecht zu finden. Die Hierarchie am Hofe fand ich stellenweise etwas undurchsichtig, allerdings ging es dann mit fortlaufender Handlung besser. Gleich zu Beginn des Buches sind die Protagonisten mit ihrer Stellung am Hofe aufgelistet, dass man einen kleinen Überblick bekommt. Sowas finde ich persönlich ja immer sehr schön.
Während der spannenden Handlung konnte man immer wieder jemand anderen verdächtigen, da so hintergründig immer wieder neue Motive aufkamen. Allerdings bleibt es wirklich bis kurz vor Schluss verborgen wer der Täter war. Man wird von Anfang an aufgefordert, sein Kopf zum Mitdenken anzustrengen und mitzurätseln was nun genau vorgefallen ist.
Aleydis ist eine starke Frau die von den Konventionen am Hof nicht viel hält und ihren Mund gerne aufmacht, auch wenn es oftmals unangebracht ist. Sie scheut kein Risiko, weiß was sie will und geht für die damalige Zeit ein enormes Risiko ein. Aleydis hat mich mit ihrer Art beeindruckt, ihre Gedanken waren nachvollziehbar und die Gefühle von ihr greifbar und nehmen einem zügig in Beschlag.
König Richard ist jemand den man sehr schwer einschätzen kann. Einerseits kann er sehr nett und hilfsbereit sein, andererseits hat er ja auch keine blütenreine Weste.
Auch die anderen Protagonisten und Nebencharaktere sind gut gestaltete und bringen das Bild der damaligen Zeit gut rüber. Sie ergeben eine gute Mischung und werten die Story auf.
Isabella Benz hat einen angemessenen Schreib- und Erzählstil der einem noch tiefer ins Geschehen hineinzieht. Die historischen Daten und Fakten sind mit der Fiktion gut vermischt. Die beschriebenen Orte sind im Anhang des Buches genauer erläutert und beschrieben.
Fazit:
Ein spannender historischer Krimifall, der zum Mitraten einlädt und eine interessante Mischung aus Protagonisten aufweist.
| 4/5 Schmetterlingen |
Danke an
und den Ammianus-Verlag für das zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar.