Sonntag, 11. Dezember 2016

Teufelsgold von Andreas Eschbach

Titel: Teufelsgold
Autor: Andreas Eschbach
Verlag: Bastei Lübbe
erschienen: September 2016
Format: Hardcover, 567 Seiten
ISBN: 978-3785725689
Preis: 22,90 Euro

Homepage von Andreas Eschbach


Inhalt:
Im Mittelalter, nach dem Ende der Kreuzzüge, taucht er das erste Mal auf: der Stein der Weisen, mit dem man Gold machen kann – gefährliches Gold, radioaktives Gold nämlich. Der Stein erscheint, als ein Alchemist Gott flucht, und er zieht eine Spur der Verwüstung durch Europa. Die Deutschordensritter erklären es zu ihrer geheimen neuen Aufgabe, ihn zu finden und sicher zu verwahren für alle Ewigkeit. 
Doch in unserer Zeit kommen zwei Brüder, die unterschiedlicher kaum sein könnten, dem wahren Geheimnis des Steins auf die Spur: Er ist der Schlüssel zu einer anderen Daseinsform, einer Welt der Vollkommenheit, einer Ekstase jenseits aller Vorstellungskraft. 
Oder öffnet er die Pforten der Hölle? 
(Quelle: Bastei Lübbe)


Über den Autor:  
Andreas Eschbach, geboren am 15.09.1959 in Ulm, ist verheiratet, hat einen Sohn und schreibt seit seinem 12. Lebensjahr. Er studierte in Stuttgart Luft- und Raumfahrttechnik und arbeitete zunächst als Softwareentwickler. Von 1993 bis 1996 war er geschäftsführender Gesellschafter einer EDV-Beratungsfirma. Als Stipendiat der Arno-Schmidt-Stiftung "für schriftstellerisch hoch begabten Nachwuchs" schrieb er seinen ersten Roman "Die Haarteppichknüpfer", der 1995 erschien und für den er 1996 den "Literaturpreis des Science Fiction-Clubs Deutschland" erhielt. Bekannt wurde er vor allem durch den Thriller "Das Jesus-Video" (1998), das im Jahr 1999 drei literarische Preise gewann und zum Taschenbuchbestseller wurde. ProSieben verfilmte den Roman, der erstmals im Dezember 2002 ausgestrahlt wurde und Rekordeinschaltquoten bescherte. Mit "Eine Billion Dollar", "Der Nobelpreis" und zuletzt "Ausgebrannt" stieg er endgültig in die Riege der deutschen Top-Thriller-Autoren auf.
Nach über 25 Jahren in Stuttgart lebt Andreas Eschbach mit seiner Familie jetzt seit 2003 als freier Schriftsteller in der Bretagne.
(Quelle: Bastei Lübbe)

Meine Meinung:
Bereits vor Jahren habe ich von Andreas Eschbach das Buch "Das Jesus-Video" gelesen und damals konnte mich sein Schreib- und Erzählstil fesseln. 
Nun habe ich "Teufelsgold" von ihm gelesen und war sehr schnell wieder gefangen. Sein mitreißender Schreibstil nimmt einem von der ersten Seite ab in den Bann und man kann das Buch nicht mehr weglegen. Sein Erzählstil ist bildlich und man kann sich gut in die Handlung hineindenken.
Die Geschichte ist in zwei Handlungssträngen geschildert und man diese recht gut unterscheiden, da der Vergangenheitsstrang im Hintergrund hinterlegt ist und das Gefühl entsteht, man hält ein älteres Buch in der Hand. Dadurch fallen die Wechsel zwischen den Zeiten recht leicht und man kann sich dem Lesegenuss voll und ganz hingeben.
Andreas Eschbach versteht es wiedereinmal hier mehrere Genres brillant zu vereinen. Es gibt Thriller-, Krimi- und Historyelemente die wunderbar verwoben sind und die Geschichte zu einem einzigartigen Erlebnis machen. 
Die Protagonisten sind gut vorstellbar. Hendrik Busske ist mit vielen Stärken und Schwächen gestaltet die ihn sehr menschlich werden lassen. Von seiner Familie erfährt man nicht ganz so viel, aber man kann sie sich trotzdem vorstellen. 
Der Bruder von Hendrik, Adalbert, arbeitet beim CERN und ist ein typischer Physiker. So wie ich ihn mir vorstellen würde. Mit ihm konnte ich die ganze Handlung nicht richtig warm werden.
Die beschriebenen Orte sind detailiert und man kann sie sich schnell vor dem inneren Auge vorstellen.

Fazit: 
Ein wirklich sehr spannendes Buch mit interessanter Handlung und real gestalteten Charakteren entführt den Leser in die Welt der Alchemie und man wird unterschwellig auch durch ethnische Fragen zum Nachdenken angeregt.


5/5 Schmetterlingen
Danke an BloggdeinBuch und den Bastei Lübbe Verlag für das Rezensionsexemplar!