Autor: Marcel van Driel
Verlag: Oetinger Verlag
erschienen: April 2016
Format: Taschenbuch, 320 Seiten
ISBN: 978-3841503534
Preis: 10,99 Euro
Weblog von Marcel van Driel
Inhalt:
Die Regeln des Spiels sind gnadenlos: Überall auf der Welt spielen Jugendliche ein Online-Game, bei dem man Abenteuer auf der virtuellen Insel Pala bestehen muss. Auch Iris ist von dem Spiel begeistert, bis es plötzlich Realität wird. Denn die Insel gibt es wirklich. Und die besten Spieler werden nach Pala entführt und dort von Mr Oz, dem Erfinder des Spiels, zu Geheimagenten ausgebildet. Doch welches Ziel verfolgt Mr Oz, und wie kann man von der Insel entkommen? Fest steht nur eins: Auf Iris warten große Gefahren, und bald weiß sie nicht mehr, wem sie vertrauen kann.(Quelle: Oetinger Verlag)
Meine Meinung:
Im Moment stehe ich extrem auf solche Online-Game-Reality-Romane und "Pala: Das Spiel beginnt" ist ein absolut gelungener Auftakt zu dieser Trilogie.
Von Anfang an konnte mich der Schreib- und Erzählstil von Autor Marcel van Driel für sich einnehmen und das Buch habe ich fast in einem Rutsch gelesen. Durch die Wechsel der verschiedenen Sichtweisen bekommt man einen guten Einblick was hinter den Fassaden dieses "Online-Spiels" läuft und was die jeweiligen Protagonisten denken und fühlen.
Die Handlung wird nach und nach immer komplexer auch wenn man nie wirklich weiß, wie es jetzt weiter geht oder was gar das Ziel von "Mr. Oz" ist.
Marcel van Driel hat sich für seine Protagonisten sehr viel einfallen lassen und ich war wirklich überrascht, was er aus der Handlung alles rausgeholt hat. Ganz fies fand ich den Cliffhanger mit dem das Buch endet, aber noch gemeiner war, dass das erste Kapitel des zweiten Bandes mit abgedruckt ist und es kribbelt wirklich schon sehr in den Fingern.
Der Spannungsbogen wird nach und nach aufgebaut, bleibt bis zum letzten Satz bestehen und man bleibt mit einigen offenen Fragen zurück, die wohl erst im nächsten oder übernächsten Band beantwortet werden.
Am Ende hat der Autor noch eine Überraschung für den Leser, mit der ich absolut nicht gerechnet habe.
Die Protagonistin Iris kommt authentisch und gut vorstellbar rüber. Ihre Gefühle ihrem Bruder gegenüber sind reel und sie gibt nicht auf ihn zu finden. Sie hat einen starken Willen, ihr fotografisches Gedächtnis macht sie zu was besonderem und daher ist sie für "Mr. Oz" eine der vielen Kandidaten.
Über "Mr. Oz" erfährt man nicht sehr viel. Er ist undurchschaubar und überrascht nicht nur die Kandidaten.
Alex und Fiber, die "Angestellten" von "Mr. Oz" sind dafür zuständig, die von "Mr. Oz" ausgewählten Kandidaten nach Pala zu bringen. Beide sind bereits Superhelden. Alex ist stellenweise schwer einzuschätzen gewesen, da er immer wieder andere Seiten von sich zeigt. Auch jetzt, nachdem ich das Buch fertig habe, weiß ich noch nicht wirklich, was ich von ihm halten soll.
Fiber ist Hackerin und war jetzt auch nicht gerade mein Liebling. Ihr Mundwerk steht nicht still, sie sagt was sie denkt und kommt als starker Charakter rüber.
Aber genau diese Mischung aus verschiedenen Charakterzügen und Ansichten, machen die Handlung abwechslungsreich und spannend.
Die beschriebenen Schauplätze, allem voran natürlich die Insel Pala, sind recht detailiert und genau beschrieben und sie tauchen schnell vor dem inneren Auge auf. Während des Lesens hatte ich oftmals das Gefühl, selber dieses Spiel zu spielen oder gar vor Ort zu sein.
Fazit:
Ein wirklich gelungener Auftakt dieser Reihe der nicht spannender hätte sein können. Die bunte Mischung der Protagonisten, die Abenteuer die sie bezwingen müssen und die Überraschungen von Mr. Oz haben mich ans Buch gefesselt und nicht mehr losgelassen. Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung!
| 5/5 Schmetterlingen |
