Mittwoch, 6. April 2016

Der Traum vom Horizont von Alexandra Fischer

Titel: Der Traum vom Horizont
Autor: Alexandra Fischer
erschienen: Dezember 2015
Format: Taschenbuch, 720 Seiten
ISBN: ISBN: 978-1519489470
Preis: 17,99 Euro

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Inhalt:
Apia, 1902: Die adelige Familie von Bahlow kommt aus Potsdam in die Kolonie Deutsch-Samoa, um dort einen Neuanfang zu wagen. Während der ehrgeizige Karl von Bahlow davon besessen ist, sich als Pflanzer einen Namen in der Kolonie zu machen, erleben seine Frau Rosa und die drei Töchter Grethe, Helene und Martha den Umzug in die neue Heimat auf ihre ganz eigene Weise. Die fremdartige Kultur der Südsee verändert jede der vier Frauen, beschwört schicksalhafte Begegnungen herauf und zeigt ihnen den Zauber der Liebe. Besonders ein geheimnisvoller Weltenbummler beeinflusst das Schicksal der Familie nachhaltig, während sich die Ereignisse schließlich überstürzen und im Ausbruch des ersten Weltkrieges gipfeln, der alles auseinanderzureißen droht.
(Quelle: Amazon) 



Über die Autorin:
An einem goldenen Herbsttag in den wilden Siebzigern erblickte Alexandra Fischer das Licht der Welt. Schon früh begann sie, Geschichten zu schreiben, auch gerne mal mit Filzstift auf eines ihrer Kleidungsstücke. In der Schule war sie vernarrt in Reizwort-Aufsätze und trieb ihre Mathe-Lehrer in den Wahnsinn, weil sie die Textaufgaben zu ganzen Romanen ausweitete. Irgendwann wurde das Leben dann so aufregend, dass das Schreiben immer weniger wurde, aber vor nicht allzu langer Zeit spielte eine böse Heuschrecke Schicksal und führte Alexandra zurück zu ihren Wurzeln und zu ihrem Traum. Sie fing wieder mit dem Schreiben an und hört seitdem nicht mehr damit auf. 
(Quelle: Amazon)

Meine Meinung:
Wer gerne historische Romane liest, sollte diesen hier unbedingt lesen.
Die Autorin Alexandra Fischer hat einen gut zu lesenden und fesselnden Schreib- und Erzählstil der mich schnell für sich einnehmen konnte. Das Buch habe ich für seine 720 Seiten sehr schnell gelesen gehabt. 
Das Flair der Insel Samoa kommt durch die Beschreibungen der Autorin gut rüber und man bekommt ein gutes Gefühl für die historischen Zustände. 
Die damaligen gesellschaftlichen Gepflogenheiten und Zwänge die Anfang des 20. Jahrhunderts gegolten haben, werden hier gut beschrieben und wiedergegeben. Auch die Unterdrückung und Versklavung der Ureinwohner und Chinesen wird sehr deutlich gemacht.
Die Handlung ist eine Familiengeschichte voller Dramatik und Hoffnung. Durch viele Schicksalsschläge die die ausgewanderte Familie Bahlow ertragen muss, verlieren nicht alle die Hoffnung auf ein bisschen Glück in Deutsch-Samoa.
Ein großes Thema ist hier zudem die Liebe. Allerdings entwickelt sie sich nicht immer so wie es die Töchter gerne hätten und es entsteht dadurch viel Leid.
Die Protagonisten zeigen verschiedenste Charaktereigenschaften die gut zusammen harmonieren. Vater Karl ist der typisch herrische, dominante und unsympathische Protagonist, die Mutter lebt in ihrer eigenen zurückgezogenen Welt und die drei Töchter sind das ganze Gegenteil der Eltern. Helene, die mittlere Tochter, kommt eher unscheinbar rüber, Martha ist die Jüngste und Stärkste von den dreien und Grete übernimmt als älteste Schwester die Mutterrolle und die Führung des Haushaltes.
Alle Protagonisten durchlaufen während der Handlung eine Wandlung die zu ihrem Wesen passt und entwickeln sich auch teilweise weiter.
Die Nebencharaktere sind ebenfalls gut dargestellt und runden die Handlung ab.

Fazit:
Eine historische Geschichte die die damaligen Zustände gut rüber bringt und einem nicht mehr los lässt. Verschiedene Protagonisten mit den unterschiedlichsten Charakterzügen geben eine bunte Mischung ab und dramatische Familienereignisse geben der Handlung eine gute Spannung. 

5/5 Schmetterlingen