Autor: Jürgen Seibold
Verlag: Piper Verlag
erschienen: Februar 2016
Format: Taschenbuch, 304 Seiten
ISBN: 978-3492305433
Preis: 9,99 Euro
Homepage von Jürgen Seibold
Homepage von Kommissar Hansen
Inhalt:
Außerhalb der Ferienzeit ist es ruhig auf dem Campingplatz am Oberrieder Weiher. Deshalb ist der Betreiber heilfroh, dass wenigstens dieser seltsame Schriftsteller eine der Trekkinghütten bezogen hat. An einem Roman soll er schreiben, aber man sieht ihn immer nur um das alte Kieswerk herumstreifen – bis er eines Nachts verschwindet. Als kurz darauf eine verkohlte Leiche in einem ausgebrannten Pferdestall gefunden wird, hat Kommissar Hansen einen schrecklichen Verdacht, und schon bald stößt er auf ein tödliches Geheimnis, das sich um das stillgelegte Kieswerk rankt.(Quelle: Piper Verlag)
Über den Autor:
Jürgen Seibold, geboren 1960 in Stuttgart, arbeitete als Redakteur und freier Journalist für Tageszeitungen, Zeitschriften und Radiostationen und veröffentlichte 1989 seine erste Musikerbiografie. Es folgten weitere Sachbücher mit einer Gesamtauflage von rund 1,2 Millionen Exemplaren. Außerdem schreibt er Jugendbücher, Thriller und seine erfolgreiche Allgäu-Krimi-Reihe um den Hauptkommissar Eike Hansen. Mit seiner Familie lebt Jürgen Seibold im Rems-Murr-Kreis.(Quelle: Piper Verlag)
Meine Meinung:
Kommissar Hansen ermittelt wieder. Wer meinen Blog verfolgt wird inzwischen gemerkt haben, dass mir die Bücher von Jürgen Seibold sehr mag. So war es für mich ein MUSS, auch diesen Krimi von ihm zu lesen.
Der Autor überzeugt nach wie vor mit einem fesselnden und gut zu lesenden Schreibstil und versteht es, den Leser immer wieder auf eine falsche Fährte zu schicken und ihm häppchenweise neue Hinweise vorzulegen. Dies macht die Handlung absolut authentisch, weil bei keiner Ermittlung alles auf dem Silbertablett serviert wird.
Die Spannung ist ab der ersten Seite vorhanden und es wird aus Erzählersicht abwechselnd von Kommissar Eike Hansen und dem Täter geschildert. So erfährt man viel über die Gedankengänge und Beweggründe des Täters. Im gleichen Zug verfolgt man auch die Folgerungen von Kommissar Hansen bis sich am Ende der Täter finden lässt. Ich kam bis am Ende nicht dahinter, wer der Täter war. Das macht für mich einen wirklich guten Krimi aus. Man wird auf verschiedene Fährten gelenkt, manche führen ins Nichts, manche bringen einem einen Schritt weiter. Ich habe bei den Krimis von Jürgen Seibold immer das Gefühl, sehr nahe an den Ermittlern dran zu sein.
Aber wer schon mal ein Buch von Autor Jürgen Seibold gelesen hat wird wissen, dass es hier kein trockenen Krimi gibt. Bei ihm findet man auch immer wieder mal was zum Lachen. Es wird die schwäbische Mundart in lustige und teils ironische Dialoge verpackt, die aber dennoch für jeden verständlich sind.
Hauptprotagonist Eike Hansen kann man sich, auch ohne die anderen Hansen-Krimis zu kennen, gut vorstellen und man erfährt noch einiges aus seiner Vergangenheit. Er hat eine angenehme Tiefe und seine Ermittlungsmethoden bringen ihn zum Erfolg.
Auch die anderen Nebencharaktere sind mit viel Liebe gestaltet und beschrieben und ihre unterschiedlichen Charakterarten ergeben ein stimmiges Gesamtbild.
Und nicht zu vergessen Hansens Kater Ignaz. Er ist für mich der eigentliche Star im Buch und macht es Hansen nicht immer leicht und ist auch mal schnell eingeschnappt.
Die unterschiedlichen Schauplätze die Ermittler Eike Hansen aufsuchen muss, kann man sich bildlich gut vorstellen und fühlt sich vor Ort versetzt.
Fazit:
Ein weiterer gelungener Allgäu-Krimi von Jürgen Seibold. Der perfekt ausgeklügelte Fall ist mit viel Spannung geladen und spritzigen Dialogen gespickt und ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen.
| 5/5 Schmetterlingen |
