Dienstag, 15. März 2016

Blogtour "Die unglaublichen Abenteuer von Wilbur McCloud: Stürmische Jagd" - Doppeldeckerflugzeuge


Herzlich willkommen zum zweitletzten Tag der Blogtour von "Die unglaublichen Abenteuer von Wilbur McCloud". Ihr kennt jetzt schon ein bisschen das Buch & Wilbur McCloud, die Städte London & Paris, der Illustrator Zapf wurde vorgestellt und ich darf euch heute etwas über Doppeldeckerflugzeuge erzählen. 

Meine Rezension zu diesem tollen Kinderbuch findet ihr übrigens hier *klick*

Inzwischen wisst ihr ja schon, dass Wilbur und seine Familie Doppeldeckerfllugzeuge sind. Da ich die Geschichte dieser Flieger sehr interessant finde, habe ich mal ein bisschen für euch recherchiert. 

Doppeldeckerflugzeuge unterscheiden sich von anderen Fliegern dadurch, dass sie zwei vertikal übereinander angeordnete Tragflächen haben. Diese sind durch Verstrebungen und Verspannungen miteinander verbunden sind. Dadurch werden sie stärker als ein einzelner freitragender Flügel bei gleichem Gewicht. 

Machen wir nun eine kleine Exkursion in die Vergangenheit und schauen und die Entwicklung der Doppeldecker genauer an.

Doppeldeckerflugzeuge haben schon eine lange Entwicklung hinter sich. Die ersten Doppeldecker die von den Brüdern Wright gebaut wurden, sind noch Gleiter gewesen, d. h. ohne Antrieb und unbemannt. Nach zwei Jahren der Entwicklung und Bauzeit fand der erste Flug im Jahre 1900 statt. 
Wilbur und Orville Wright haben ihre Erfahrungen aus ihrem Fahrradgeschäft mit in den Bau der Doppeldecker fließen lassen. Sie nutzen die Erkenntnisse zum Beispiel bei Fragen zur Balance, die Leichtbauweise, der Kettenantrieb und der Aerodynamik.
Der erste Doppeldecker-Gleiter sah so aus: 

Doppeldecker-Gleiter der Brüder Wright, 1901
Quelle: Unknown
Nachdem die Nachricht vom Absturz von Otto Lilienthals die beiden Brüder erreicht hat, bewog dies die Wrights sich eingehender mit dem Menschenflug zu beschäftigen. Nach viel Lektüre, Entwicklungen und Nachforschungen fanden die beiden heraus, dass Lilienthal das Problem dynamischen Auftriebs zwar gelöst hatte, allerdings die Steuerfähigkeit noch nicht ausgereift genug war. 

1902 war es dann soweit und der erste Testflug mit einem Menschen wurde durchgeführt. Die ersten Flüge erreichten eine Weite von ca. 100 Meter und eine Geschwindigkeit von 35km/h. Der Pilot lag dabei liegend im Doppeldecker und bediente diesen so. 
Es wurde auch Octave Chanute im Herbst eingeladen den Exprimenten beizuwohnen. Er war so begeistert, dass er zusammen mit seinem Assistenten Augustus M. Herring den Brüdern Wright half, den Gleitapparat zu verbessern.

der erste bemannte Gleitflug 1902
Quelle: Wright Brothers 
Von 1901 bis 1903 fanden noch weitere zahlreiche Testflüge mit dem Gleiter statt. Alleine im Jahre 1902 erfolgten über 1000 Testflüge, der längste von ihnen hatte eine Länge von 622,5 Meter und eine Flugzeit von 26 Sekunden. Danach entschieden sich die Wright das Patent auf den Gleiter anzumelden und die Entwicklung mit einem Flugmotor weiter zu entwickeln. 

Wilbur nach einem missglückten Flugversuch
Quelle: Von Attributed to Wilbur Wright (1867–1912)
and/or Orville Wright (1871–1948)


Sie entwickelten einen Propeller und ihr Mechaniker Charles Taylor baute ein Triebwerk das gerade mal 81 Kg wog. Ich finde für die damalige Zeit ist dies eine wirklich tolle Leistung. 
Das Triebwerk war wassergekühlt und hatte einen Vierzylinder-Viertakt-Motor mit 12 PS. Um Vibrationen zu vermeiden bekam der Doppeldecker noch zwei gegenläufige Luftschrauben. 





Die Brüder Orville und Wilbur Wright entwickelten das aerodynamische Steuerungssystem des Flugzeugs um drei Achsen. Dies war die Voraussetzung für den kontrollierten Motorflug. Dadurch wiederum schafften sie den Durchbruch in der Geschichte des Motorflugs. 

In den nächsten Jahren entwickelten die Wrights ihre Erfindungen weiter und nach strenger Geheimhaltung entschlossen sie sich aufgrund der wachsenden Konkurrenz im Jahre 1908 erstmals Schauflüge in Frankreich und 1909 in Deutschland zu machen. 

Wright Model A
Quelle: Wikipedia

1907 ging Wilbur nach Frankreich um Informationen über Motorflüge in Europa zu sammeln und die Vermarktung ihres Apparates vorzubereiten. Das erste Model das die Brüder Wright zum Verkauf vorgesehen hatten war das Wright Model A. 



Die schnellsten Doppeldecker die es heute gibt erreichen eine Geschwindigkeit von 320 km/h und man findet sie bei den "National Championship Air Races". 

Ich hoffe ich konnte euch die Doppeldecker etwas genauer vorstellen bzw. deren Entwicklung. Morgen geht es bei Nicole von www.lilstar.de mit einem interessanten Interview weiter. 

***** Hier noch ein kurzer Hinweis für alle LBM-Besucher: *****
Steven Gätjen und und Andreas Karlström sind am Freitag in Leipzig. Sie stellen ihr Buch vor und es gibt ab 13.30 Uhr eine Autogramm-Stunde bei Ravensburger am Stand (Halle 2/E300). Allen Besuchern wünsche ich viel Spaß dabei..... ich wäre gerne selber dort *hach*.

Gewinnspiel

So ihr habt nun aber auch die Chance euch bei dieser Blogtour einen tollen Gewinn zu sichern. Dazu beantwortet wie immer folgende Frage und schon seid ihr im Lostopf:

Wie findet ihr die Entwicklung der Flugzeuge von früher bis heute?

Folgenden Preis könnt ihr gewinnen:


5 x je ein Print von "Die unglaublichen Abenteuer
von Wilbur McCloud: Stürmische Jagd"

Mitmachen könnt ihr bis zum 17.03.2016 um 23:59 Uhr. 

Teilnahmebedingungen
Mit der Teilnahme am Gewinnspiel erklärt ihr euch mit den Teilnahmebedingungen einverstanden.

Hier nochmal der Blogtourfahrplan im Überblick:

12.3. 
Wilbur McCloud




13.3. 

London & Paris

14.3. 
Wie entstehen die Illustrationen im Buch?

15.3.
Doppeldeckerflugzeuge
 < hier bei mir >

16.3. 
Interview
Nicole

18.3. 
Gewinnerbekanntgabe
auf allen teilnehmenden Blogs