Nun wünsche ich euch aber viel Spaß mit dem interessanten Interview.
Kurzer Steckbrief:
Wohnort: Gladbeck,
an der Grenze zu meiner Heimatstadt Gelsenkirchen
Homepage: www.birgit-salutzki.de
bisher veröffentlichte Werke:
- Luka und die Geige des Meisters (Jugendbuch, 2007, C.V. Traumland-Verlag)
- Stressfaktor Schule (Sachbuch, zusammen mit Petra Linzner und Marlies Tophinke, 2012, BOD)
- Stadtgespräche aus Gelsenkirchen (erzählendes Sachbuch, 2015, Gmeiner Verlag)
- Ruhrkälte (Ruhrkrimi, 2015, Emons Verlag)
11 Fragen an die Autorin
1. Stell
dich bitte kurz für die Leser vor.
Kurzfassen
fällt bei meinem Lebenslauf recht schwer, doch ich versuche es.
Zweifellos betrachte ich meine beiden Söhne, inzwischen achtzehn und
einundzwanzig Jahre alt, als das Wichtigste in meinem Leben. Bei der
Geburt meines Ältesten gab ich meinen Beruf als Industriekauffrau
auf, um mich der Familie zu widmen. Früher las meinen Jungs viele
Geschichten vor, dachte mir auch eigene Storys aus. Aus einer dieser
abendlichen Fortsetzungsgeschichten entstand letztendlich das Buch
„Luka und die Geige des Meisters“, mein Einstieg in die
Literaturwelt. Einige Jahre später gründete ich mit ein paar
Buchverrückten den gemeinnützigen Literaturverein Wortrausch
e. V.
Aus diesem Zusammenschluss gingen viele interessante mehrjährige
Projekte, wie die Gladbecker
Buchkultur
oder der Workshop-Tag School
Art
hervor. Doch der Verein diente ebenfalls der Vernetzung von Autoren.
Diese Liebe zur Literatur und zum Organisieren von Veranstaltungen
bestimmt heute meinen beruflichen Alltag. Mit meiner Agentur
Musenland stelle ich Events wie „Mord im Schloss“, eine
Krimilesung mit Tanja Bern im Rahmen des Festivals Mord
am Hellweg, auf
die Beine. Daneben schreibe ich Werbetexte und natürlich weiterhin
Romane.
2. Wie
sieht dein Arbeitsplatz aus? Hast du ein bestimmtes
Schreibritual vor, während oder nach dem Schreiben?
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| Kater Legolas fordert eine Pause, Copyright by Birgit Salutzki |
Ich
arbeite grundsätzlich in meinem Büro, das bis auf ausgesuchte
Dekoration wenig fantasievoll aussieht. Stell Dir zwei über Eck
stehende Schreibtische vor, auf denen jeweils ein Laptop läuft.
Einen benutze ich für die Arbeit, den anderen ausschließlich zum
Schreiben. Diese nüchterne Zone hilft mir, mich auf das Wesentliche
zu konzentrieren. Für Ablenkung sorgt mein Kater Legolas, der immer
beim Schreibprozess dabei ist. Sein Körbchen hängt neben mit an der
Heizung. Wenn ich zu lang arbeite, legt er sich quer über die
Tastatur, und sorgt so für eine Pause. Rituale benötige ich keine,
außer vielleicht Musik bei besonders aufwühlenden Stellen.
Allerdings müssen die Songs zur Szene passen. Um beispielsweise ein
Gefühl für Marius‘ Einzelkämpfer-Stimmung zu bekommen, habe ich
bei Ruhrkälte
oft „If I die in battle“ von Van Canto laufen lassen.
3. Hattest
du schon mal eine Schreibblockade? Was tust du bei einer solchen?
Glücklicherweise
bin ich bisher von größeren Schreibblockaden verschont worden.
Vielleicht liegt das daran, dass ich meine Manuskripte recht
akribisch vorbereite. Kapitelübersichten, die die grobe Handlung
festlegten, helfen mir dabei. Irgendwann habe ich auch mir angewöhnt,
einfach weiterzuschreiben, wenn mir die Einfälle ausgehen. Dabei
kommen oft Textpassagen heraus, die ich komplett lösche. Doch diese
Methode hilft mir sehr. Irgendwann – meist dauert es nicht lange –
stellen sich neue Ideen ein.
4. "Ruhrkälte"
ist dein erster Krimi den du geschrieben hast. Wie ist die Idee dazu
entstanden
bzw.
was hat dich dazu bewogen einen Krimi zu schreiben?
Nach
drei Büchern war irgendwann endlich ein Krimi fällig, zumal ich
selber gerne beim Lesen Rätsel löse. Dieses Genre bedeutete für
mich eine große Herausforderung. Schließlich verlangt ein Krimi
nach einem stimmigen Plot. Dieser Entstehungsprozess dauerte relativ
lange. Anders als bei beispielsweise einer Romance entwickelte ich
die Story zuerst chronologisch, um sie dann quasi vom Schluss (Toter
auf der Glückauf-Kampfbahn) aufschreiben. Dazu kommt eine
umfangreiche Recherche. Die Gespräche mit Fachleuten, wie z. B. den
Leitern des KK13 der Gelsenkirchener Polizei oder der Gerichtsmedizin
Essen und Leuten aus der Metalszene liebe ich besonders. Für die
Szenen, in denen Willi Ruhrpottslang spricht, zog ich die Mitglieder
einer Facebook-Gruppe hinzu. Eine spannende Zeit.
5. In
welcher Beziehung stehst du zu den im Buch vorkommenden Schauplätze
wie die
Glückauf-Kampfbahn
oder dem TauchRevier Gasometer?
Als
gebürtige Gelsenkirchenerin und bekennender Schalke-Fan habe ich zur
Glückauf-Kampfbahn, der Kultstätte unseres Fußballvereins, eine
besondere Beziehung. Hier liefen Vereinslegenden wie Gerald Asamoah
zum ersten Mal auf. Diese Bedeutsamkeit wollte ich nutzen. Außerdem
liegt der Platz direkt an der Schalker Meile, einer Häufung von
Geschäften und Institutionen rund um den FC Schalke 04 und der
dazugehörigen Vereinskneipe. Das passte einfach. Auf den
TauchRevier-Gasometer wurde ich durch Kommissar Marius Pérez‘
Hobby aufmerksam. Während meiner Recherche fuhr ich oft zu beiden
Stätten, um die Story zu fühlen.
6.
Marius Pérez, der ermittelnde Kommissar in deinem Buch, ist
Metal-Fan. Wie kam es dazu? Und was für eine Bedeutung hat der Metal
für dich?
Den
Grund, warum ich Marius als Metal-Fan dargestellt habe, verrate ich
auf Lines Blog bei der Charakterdarstellung. Ich selber mag sehr
viele Musikrichtungen, Metal ist eine davon. Ursprung dieser
Leidenschaft sind vermutlich mein Neffe und meine Schwester, die seit
Jahren Konzerte dieser Musikrichtung besuchen. Nachdem ich mir im
vorletzten Jahr eine CD von Van
Canto
lieh, packte mich das Metal-Fieber. Nach einem Konzert trat ich mit
der Band in Kontakt und stellte ihnen meine Buchidee vor. Marius‘
Liebe zur Musik der Power Metal-Band trägt zur Charakterisierung des
Kommissar bei.
7.
Welches ist deine Lieblingsstelle im Buch?
Das
kann ich wirklich nicht beantworten. Mir fallen auf Anhieb viele
einzelne Stellen ein. Meist handelt es sich um Passagen, für die
eine Menge Recherche notwendig war, und an denen ich lange gefeilt
habe. Die Szene im Tattoo Studio gehört zum Beispiel dazu. Ein
anderes Beispiel ist das Kapitel Überleben, in dem der Leser viel
von der Persönlichkeit und dem Antrieb des Kommissars erfährt. Um
nicht zu Spoilern möchte ich hier nicht ins Detail gehen.
8.
Wo hattest du am meisten Schwierigkeiten beim Schreiben?
Die
Kapitelüberschriften, diese kurzen Zeilen, haben sehr viel Zeit in
Anspruch genommen. Wie der Leser vielleicht bemerkt hat, kennzeichnen
ein Schlagwort und eine englische Songzeile die Kapitel aus Marius‘
Sicht, die jeweils aus Van Canto-Songs stammen. Immerhin
veröffentlicht die Band in diesem Jahr mit „Voices of fire“ ihr
sechstes Album. Eine Menge Stoff, um die zum Text passenden Zeilen
auszusuchen.
9.
Gibt es schon neue Projekte? Können wir uns auf einen weiteren Fall
von Marius Pérez hoffen?
Marius
Pérez ist als Seriencharakter angelegt. Daher erfährt der Leser im
ersten Teil noch nicht alle Details aus seinem Leben. Vieles, was
nach dem Lesen des ersten Buches als Frage im Raum steht, beantwortet
der nächste Band. Daneben suche ich im Moment nach einem Verlag für
eine zeitgenössische Romance mit dem Arbeitstitel „Ich,
Feuervogel“ mit einer starken, ungewöhnlichen Heldin.
10.
Was wolltest du schon immer mal deinen Lesern sagen?
Während
der letzten Monate habe ich mitbekommen, dass „Ruhrkälte“ als
Krimi aus dem Ruhrpott seinen Weg bis nach Österreich und die
Schweiz genommen hat. Ich freue mich sehr über dieses Interesse an
unserer Kultur und unserem Lebensstil. Gerne beantworte ich auch
Leseranfragen oder diskutiere über die Themen des Buches.
Wer
sich für die Hintergründe meiner Recherche interessiert, erhält
auf einer meiner Lesungen Informationen, die nicht im Buch zu finden
sind. Ich erzähle dort z. B., wie es zu der Vertonung des Songs
„Thicker than blood“ durch die Power Metal Band Beyond
Redemption
kam. Oft steht mir meine Schwester Christine Eisel, die für den Text
zuständig ist, und einer der Jungs der Band für ein Interview zur
Seite. Die nächsten Termine sind am 3.2., 20 Uhr in der
Stadtbücherei Gladbeck und am 16.2., 20 Uhr im Planetarium Bochum.
Hier erwartet die Besucher eine Lesung unterm virtuellen
Sternenhimmel.
Vielen herzlichen Dank an Birgit Salutzki für das interessante uns ausführliche Interview. Ich wünsche dir für die Zukunft weiterhin viel Erfolg und immer tolle Ideen für neue Bücher!
Ich hoffe euch hat das Interview genauso viel Spaß gemacht zu lesen wie mir. Ich finde es immer wieder interessant was die Autoren zu ihren Ideen bringt.
Morgen geht es bei Jacqueline von Lines Bücherwelt weiter - sie stellt euch die Protagonisten etwas genauer vor.
Birgit Salutzki hat im Interview bereits darauf hingewiesen. Am 16.02.2016 um 20 Uhr wird die Autorin im Planetarium Bochum eine Lesung unter Sternenhimmel veranstalten. Und das wird bestimmt nicht nur für die Autorin ein besonderes Highlight. Wenn ich nicht so weit weg wohnen würde, würde ich sehr gerne hingehen. Also sichert euch schnell noch Karten.
Gewinnspiel
Nun kommen wir zum Gewinnspiel bei dieser Blogtour. Um in den Lostopf zu hüpfen beantwortet folgende Frage und schon habt ihr euch ein Los gesichert. Wenn ihr jeden Tag der Tour kommentiert, habt ihr natürlich größere Chancen auf einen Gewinn.
Welche Frage möchtet ihr noch an die Autorin Birgit Salutzki stellen?
Und diese tollen Preise könnt ihr gewinnen:
1 Buch "Ruhrkälte" (Print) & das Harley Biker´s Kochbuch
3. Preis:
1 Buch "Ruhrkälte" (Print)
Teilnehmen könnt ihr bis zum 15.01.2016 um 23:59 Uhr. Am 16.01. werden die Gewinner auf den teilnehmenden Blogs bekannt gegeben.
Ausgelost wird unter allen kommentierenden Bewerbern.
Teilnahmebedingungen
Mit der Teilnahme am Gewinnspiel erklärt ihr euch mit den Teilnahmebedingungen einverstanden.
Teilnahmebedingungen
Mit der Teilnahme am Gewinnspiel erklärt ihr euch mit den Teilnahmebedingungen einverstanden.
Hier nochmal der Blogtourfahrplan im Überblick:
9.1.
Buchvorstellung
10.1.
Harte Jungs!
11.1.
Interview
< hier bei mir >
12.1.
Charaktervorstellung (gerne mit 2-3 Fragen an die Autorin)
13.1.
Polizeiarbeit
14.1.
Ruhrgebiet als Schauplatz
15.1.
Fussball
16.1.
Gewinnerbekanntgabe
auf allen teilnehmenden Blogs



