Titel: Schmerz - Malmingers letzter FallAutor: Henriette Clara Herborn
Verlag: Leinpfad Verlag
Format: Taschenbuch, 356 Seiten
ISBN: 978-3942291620
Preis: 14,90 Euro
Inhalt:
Am 15. Januar 2017 wird eine grausam entstellte, nackte Frauenleiche auf dem Gelände der Alten Ziegelei in Mainz-Bretzenheim gefunden. Kriminalhauptkommissar Ernst-August Malminger erkennt sofort, dass die Täter genau siebzig Jahre später einen der größten Mordfälle der Kriminalgeschichte kopiert haben: Elizabeth Short, Los Angeles 1947, die Schwarze Dahlie. Kann das Zufall sein? Schließlich ist er Deutschlands führender Schwarze Dahlie-Experte. Malminger begibt sich bei seinen Ermittlungen auf eine Reise in den Abgrund der menschlichen Seele, auch seiner eigenen ... Kriminaloberkommissar Botho Lübke hat währenddessen nur ein Ziel: Er muss verhindern, dass Malminger die Täter ermittelt, damit er selbst in der Kripo aufsteigen kann. Für die junge Halbjapanerin Namiko Umura vom Sittendezernat hingegen ist Malminger eine Koryphäe, der zu folgen sich lohnt als ihr Schatten. Ungeachtet all dessen sind ein Mörder und sein Komplize weiterhin auf freiem Fuß. Die beste Freundin des Mordopfers ist gefangen in einem Strudel aus Drogen, Prostitution, SM und Gewalt. Dann sind da noch Lou und Castro, zwei Gangster, die scheinbar nichts und niemand aufhalten kann. Und über allem schwebt die Frage: Wer war die Tote und was ist wirklich mit ihr geschehen? Henriette Clara Herborn verwebt in ihrem Krimi kunstfertig Realität und Fiktion. Elizabeth Shorts Lebensgeschichte, die Tatsache, dass der Mörder der Schwarzen Dahlie nie gefasst wurde und nicht zuletzt die Intrigen bei den Ermittlungen der Polizeibehörde von Los Angeles 1947 bilden die Ausgangspunkte für eine Mörderjagd im düsteren Mainz der Zukunft von 2017.
Meine Meinung:
Also vorne weg muss ich gleich mal sagen, dass das Buch nichts für zartbesaitete oder schwache Nerven ist. Die Beschreibungen der Leiche und die Vorgehensweise des Täters gehen stellenweise schon sehr an die Substanz.
Die Geschichte ist schön geschrieben, lässt sich flüssig und schnell lesen und es ist so spannend, dass man es gar nicht aus der Hand legen kann.
Henriette Clara Herborn hat einen schönen Schreibstil und die Hintergründe sind sehr gut recherchiert. Auch die Vorgehensweise des Kommissars, der Polizei usw. sind schlüssig, lückenlos und nachvollziehbar.
Die Kapitel sind abwechselnd aus verschiedenen Sichten geschrieben, so dass man einen wunderbaren "Rundum-Blick" bei der Geschichte erhält und auch von allen viel über ihre Vergangenheit und die Beweggründe der Protagonisten erfährt.
Fazit:
Die Geschichte ist für mich kein reines Krimibuch, sondern enthält auch viel Thrilleraspekte.
Wie schon am Anfang erwähnt ist es nichts für schwache Nerven, aber wenn man einmal angefangen hat dieses Buch zu lesen, kann und will man nicht mehr aufhören.
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| 4/4 Schmetterlingen |
